Ethik · Klasse 12 · 90 Minuten
Kann eine verursachte Entscheidung frei sein?
Untersuche Argumente zur Willensfreiheit. Lies Schopenhauer und Hume im Originaltext. Entwickle ein begründetes Urteil darüber, was einer Person vorzuwerfen ist.
Dein Ziel: Du kannst zwei Freiheitsmaßstäbe erklären, ihre Argumente prüfen und ein Fallurteil mit Textbelegen begründen. Arbeite zuerst selbst, prüfe dann die andere Position möglichst fair. Notiere deine Antworten auf einem eigenen Blatt oder in deiner Kursnotiz.
Die Texte sind Originalausschnitte, keine nacherzählten Sprechertexte. Hume liest du in der historischen deutschen Übersetzung von J. H. v. Kirchmann. Die Kürzungen, Fundstellen und eigenen Erläuterungen sind kenntlich gemacht. S1/H2 usw. sind die Absatzkennungen dieser Lernseite.
- 0–6 Min.Erste AntwortUrteil und nötige Annahme
- 6–22 Min.Argument prüfenFilm 1 + Schopenhauer S
- 22–40 Min.Freiheit bestimmenFilm 2 + Hume H
- 40–55 Min.Verantwortung unterscheidenFilm 3 + Fallkarten
- 55–70 Min.Gemeinsam philosophierenMaßstäbe mit Textbelegen prüfen
- 70–84 Min.Eigenes UrteilMalik-Transfer
- 84–90 Min.Sichern und rückmeldenKriterium, Textbeleg, offene Frage
Eine Ursache – schon eine Entschuldigung?
Jona weiß, dass Miras Nachricht vertraulich ist. Jona leitet sie weiter, um in der Gruppe Anerkennung zu erhalten. Danach heißt es: „Meine Vorgeschichte erklärt das. Also konnte ich nichts dafür.“
Begriffe kurz klären
Einfluss: Ein Faktor wirkt am Entscheiden mit. Determinismus: Bei gleichem vollständigem Weltzustand und gleichen Naturgesetzen gibt es nur eine mögliche Fortsetzung. Naturalismus: Menschen und ihre Fähigkeiten werden im Zusammenhang der Natur verstanden; das behauptet für sich allein noch keinen Determinismus.
Die Frage, ob Freiheit und Determinismus zusammenpassen, ist von der Frage zu trennen, ob Determinismus tatsächlich wahr ist.
Was bedeutet „anders können“?
Der Film untersucht einen vollständigen Welt-Reset. Schopenhauer fragt im Originaltext, ob vernünftiges Abwägen die Notwendigkeit des einzelnen Wollens aufhebt.
Film 1 ansehen 3:56 Minuten
Hättest du anders handeln können?
Denkstopp bei 2:13: erst eine eigene Antwort, dann weitersehen. Untertitel im Player einschalten. Hier bitte selbst pausieren.
Lernplayer mit automatischen Denkpausen und Lesefassung öffnen ↗Arthur Schopenhauer
Die Welt als Wille und Vorstellung, Band I · Viertes Buch, § 55
S1Den Menschen sehen wir, vermöge der hinzugekommenen abstrakten oder Vernunft-Erkenntniß, eine Wahlentscheidung vor dem Thiere voraushaben, die ihn aber nur zum Kampfplatz des Konflikts der Motive macht, ohne ihn ihrer Herrschaft zu entziehen, und daher zwar die Möglichkeit der vollkommenen Aeußerung des individuellen Charakters bedingt, keineswegs aber als Freiheit des einzelnen Wollens, d. h. Unabhängigkeit vom Gesetze der Kausalität anzusehen ist, dessen Nothwendigkeit sich über den Menschen, wie über jede andere Erscheinung erstreckt.
S2Bis auf den angegebenen Punkt also, und nicht weiter, geht der Unterschied, welchen die Vernunft, oder die Erkenntniß mittelst Begriffe, zwischen dem menschlichen Wollen und dem thierischen herbeiführt.
Werk erstmals 1818/1819; verwendete Ausgabe: Leipzig, Philipp Reclam jun., 1892, herausgegeben von Eduard Grisebach. Originalstelle und Kontext lesen ↗
Sprach- und Lesehilfe zu Schopenhauer
Motiv: ein Beweggrund; Charakter: bei Schopenhauer die individuelle Beschaffenheit, auf die Motive treffen; Kausalität: Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. „Kampfplatz“ bezeichnet den Konflikt verschiedener Motive, keinen körperlichen Kampf.
„Freiheit des einzelnen Wollens“ wird hier als Unabhängigkeit von Kausalität bestimmt. Diese Forderung ist selbst Teil der philosophischen Kontroverse.
„Wenn Freiheit … voraussetzt und Determinismus … ausschließt, dann … Mein Einwand setzt an … an.“
Einordnung, kein Originaltext: Der Ausschnitt erklärt Schopenhauers notwendiges Einzelhandeln. Seine Gesamtposition enthält zugleich eine Freiheit des „Willens an sich“; deshalb steht er hier nicht schlicht für jede hart deterministische Verantwortungsleugnung. Diese Spannung kannst du unter Vertiefung untersuchen.
Freiheit trotz Ursachen?
Hume bestimmt Freiheit über das Verhältnis zwischen Wollen und Handeln. Der Film stellt weitere kompatibilistische Ansätze vor. Prüfe, wo ihre Maßstäbe übereinstimmen und wo sie sich unterscheiden.
Film 2 ansehen 3:59 Minuten
Wer steuert deine Entscheidung?
Denkstopp bei 2:28: erst eine eigene Antwort, dann weitersehen. Untertitel im Player einschalten. Hier bitte selbst pausieren.
Lernplayer mit automatischen Denkpausen und Lesefassung öffnen ↗David Hume
Eine Untersuchung in Betreff des menschlichen Verstandes · Abschnitt VIII, Teil I; entspricht Absatz 73 des englischen Originals
H1Denn was versteht man unter Freiheit bei willkürlichen Handlungen? Man meint sicherlich nicht, dass die Handlungen so wenig Zusammenhang mit den Beweggründen, Neigungen und Umständen haben, dass nicht das Eine mit einer gewissen Gleichförmigkeit aus dem Anderen folgte, und dass das Eine keinen Anhalt biete, um auf die Existenz des Andern zu schliessen; denn das sind klare und anerkannte Thatsachen.
H2Man kann deshalb unter Freiheit nur die Macht verstehen, zu handeln oder nicht zu handeln, je nach dem Beschluss des Willens; d. h. wenn wir uns ruhn wollen, so können wir es, und wenn wir uns bewegen wollen, so können wir es auch. Diese bedingte Freiheit wird allgemein bei jedem anerkannt, der nicht ein Gefangener und in Ketten ist. Hier ist also kein Streitgegenstand.
Original 1748. Deutsche Übersetzung: J. H. v. Kirchmann; verwendete Ausgabe: Verlag von Georg Weiss, 1888. Originalstelle und Kontext lesen ↗
Gegenprobe: Nora
Nora versteht, dass ein Gerücht einem Mitschüler schadet. Sie verbreitet es trotzdem: Die Anerkennung ihrer Gruppe ist ihr wichtiger. Sie kann Einwände prüfen und hätte in anderen Situationen auf gewichtige Gründe reagiert.
Hume lesen – ohne die Ansätze gleichzusetzen
„Willkürliche Handlungen“ meint hier willentliche Handlungen, nicht grundloses oder beliebiges Verhalten. „Macht“ meint die Fähigkeit zu handeln. „Bedingte Freiheit“: Wenn ich anders wollte, könnte ich anders handeln; dabei bleibt nicht die vollständige Vergangenheit identisch.
Humes „Notwendigkeit“ beruht in diesem Werk auf Regelmäßigkeit und unserem Schließen von Ursachen auf Wirkungen. Sie ist keine wörtlich identische Definition des modernen Welt-Reset-Modells.
Frankfurts Stellungnahme zum eigenen Wollen und Gründe-Responsivität sind weitere Ansätze. Humes Text ist kein Originalbeleg für Frankfurt. Ein einzelner moralisch falscher Entschluss widerlegt nicht schon jede Fähigkeit, Gründe zu prüfen.
Drei Fragen für ein faires Urteil
Film 3 ansehen 4:08 Minuten
Was ist Jona vorzuwerfen?
Denkstopp bei 1:50: erst eine eigene Antwort, dann weitersehen. Untertitel im Player einschalten. Hier bitte selbst pausieren.
Lernplayer mit automatischen Denkpausen und Lesefassung öffnen ↗Was verletzt die Handlung? Welche Gründe sprechen gegen sie?
Was wusste die Person? Was konnte sie steuern? Welcher Freiheitsmaßstab gilt?
Was sollte geschehen – und wodurch wird es gerechtfertigt?
Fallkarten: Miras private Nachricht wird ohne ihre Zustimmung weitergeleitet. Die Karten konkretisieren die ursprüngliche Videoreihe; sie sind nicht in jedem Detail identisch mit dem neuen Film.
A · Überlegt
Jona kennt die Vertraulichkeit, versteht den möglichen Schaden und entscheidet nach Überlegung, zur Anerkennung in der Gruppe weiterzuleiten.
B · Getäuscht
Jona wird glaubhaft gesagt, der Screenshot sei bereits öffentlich. Die Täuschung ist nicht erkennbar. Tatsächlich ist die Nachricht weiterhin privat.
C · Bedroht
Jona kennt die Vertraulichkeit, wird aber durch eine ernsthafte, glaubhafte Drohung zum Weiterleiten gedrängt. Die genaue Schwere und verbliebene Möglichkeiten sind offen.
Erklären, entschuldigen, rechtfertigen
Erklären untersucht, wie eine Handlung zustande kam. Entschuldigen mindert oder beseitigt den persönlichen Vorwurf. Rechtfertigen behauptet, die Handlung sei unter den Umständen vertretbar. Diese Folgerungen brauchen unterschiedliche Gründe.
Leichte Gruppenerwartung und eine ernsthafte Drohung sind nicht dasselbe. Nichtwissen entschuldigt nicht immer: Waren Hinweise erkennbar oder wurde eine gebotene Klärung absichtlich vermieden?
Welcher Maßstab trägt das Urteil?
Haltet gemeinsam fest: These → Freiheitskriterium → Grund/Textbeleg → Einwand → Antwort → offene Frage. Ein begründeter Dissens darf bestehen bleiben.
Der Vergleich betrifft eine bestimmte hart deterministische Antwort. Nicht jede inkompatibilistische Position verneint Freiheit und Verantwortung: Eine libertarische Position würde die angenommene vollständige Determination relevanter freier Entscheidungen bestreiten.
Dein begründetes Urteil
Malik
Malik schickt ein privates Foto eines Mitschülers ohne dessen Zustimmung in den Kurschat. Er wusste, dass der Mitschüler das nicht wollte. Er sagt: „Ich wollte dazugehören. Meine Vorgeschichte erklärt das doch.“
Begründungshilfe
„Mein Freiheitskriterium lautet … Hume/Schopenhauer formuliert in …, dass … Für den Fall bedeutet das … Die zusätzliche Annahme dabei ist … Dagegen spricht … Auf diesen Einwand antworte ich …“
„Die Handlung ist moralisch …, weil … Der persönliche Vorwurf hängt hier von … ab. Eine angemessene Reaktion wäre …, weil …“
84–90 Minuten: Unterstreiche einen Satz, der dein Freiheitskriterium zeigt, und einen tragenden Textbeleg. Erkläre, welche Frage offenbleibt. Die Rückmeldung prüft deine Begründung und die drei Urteilsebenen, nicht die Wahl einer vorgeschriebenen Schlussposition.
Weiterdenken mit Originaltexten
Wähle einen Text nach deiner offenen Frage. Plane etwa acht bis fünfzehn Minuten für Lesen und eine begründete Antwort. Jede Vertiefung ist auch unabhängig vom externen Volltext lesbar.
V1 · Schopenhauer: notwendig handeln – und doch ein freier Wille?
Arthur Schopenhauer
Die Welt als Wille und Vorstellung, Band I · Viertes Buch, § 55, Absatz „Zufolge dieser gesammten Betrachtung …“
VS1Zufolge dieser gesammten Betrachtung über die Freiheit des Willens und was sich auf sie bezieht, finden wir, obwohl der Wille an sich selbst und außer der Erscheinung frei, ja allmächtig zu nennen ist, denselben in seinen einzelnen, von Erkenntniß beleuchteten Erscheinungen, also in Menschen und Thieren, durch Motive bestimmt, gegen welche der jedesmalige Charakter, immer auf gleiche Weise, gesetzmäßig und nothwendig reagirt.
Ausgabe 1892, wie Kerntext S. Originalstelle und Kontext lesen ↗
Eigene Lesehilfe: „Erscheinung“ bezeichnet hier die erfahrbare Welt und die einzelnen Handlungen. „Wille an sich“ gehört zu Schopenhauers metaphysischer Erklärung; er ist keine bloß beobachtbare psychische Fähigkeit. Der Text liefert keine empirisch gemessene Freiheit.
V2 · Hume: brauchen Vorwurf und Lob sogar Ursachen?
David Hume
Eine Untersuchung in Betreff des menschlichen Verstandes · Abschnitt VIII, Teil II; Ausschnitt aus Absatz 76 des englischen Originals
VH1Die Handlungen sind aber ihrer Natur nach vergänglich und vorübergehend; sobald sie nicht aus irgend einer Ursache im Charakter oder der Gesinnung der handelnden Person hervorgehen, so können die guten ihr nicht zur Ehre, und die schlechten ihr nicht zur Schande gereichen.
VH2Die Handlungen selbst können tadelnswert und allen Regeln der Religion und Moral zuwider sein; aber der Mensch ist für sie nicht verantwortlich, und da sie aus nichts Beständigem und Beharrlichem in ihm hervorgehen und nichts der Art hinter sich zurücklassen, so kann er unmöglich ihretwegen zum Gegenstand einer Strafe oder Rache werden.
Deutsche Übersetzung: J. H. v. Kirchmann; verwendete Ausgabe 1888. Originalstelle und Kontext lesen ↗
Einordnung: Der historische Text spricht auch von Strafe und Rache. Daraus folgt keine heutige Rechtfertigung beliebiger Sanktionen. Prüfe die Verbindung von Handlung und Person sowie die Angemessenheit einer Reaktion gesondert.
V3 · Nietzsche: kann man jemanden für sein ganzes Gewordensein verantwortlich machen?
Friedrich Nietzsche
Götzen-Dämmerung · „Die vier großen Irrtümer“, § 8
VN1Niemand ist dafür verantwortlich, daß er überhaupt da ist, daß er so und so beschaffen ist, daß er unter diesen Umständen, in dieser Umgebung ist. Die Fatalität seines Wesens ist nicht herauszulösen aus der Fatalität alles dessen, was war und was sein wird.
VN2[…] Man ist notwendig, man ist ein Stück Verhängnis, man gehört zum Ganzen, man ist im Ganzen, — es gibt nichts, was unser Sein richten, messen, vergleichen, verurteilen könnte, denn das hieße das Ganze richten, messen, vergleichen, verurteilen … Aber es gibt nichts außer dem Ganzen!
Erstveröffentlichung 1889; Schreibweise der verlinkten Textlog-Lesefassung. Originalstelle und Kontext lesen ↗
Einordnung: Nietzsche argumentiert hier zugespitzt gegen Verantwortlichmachen und metaphysisches Richten. „Fatalität“ gehört zu seiner besonderen Position; sie ist nicht einfach die Definition des Determinismus aus dem Film. Der Ausschnitt steht nicht für sämtliche inkompatibilistischen Theorien und ersetzt keine Begründung praktischer Reaktionen.
Für Lehrkräfte · Zeitführung, Erwartung und Rückmeldung
Für eine Vierergruppe: individuelle Notiz → zwei Paare mit Rollenwechsel → gemeinsame Untersuchung. Bei größerem Kurs ausgewählte Begründungen im Plenum vergleichen. Das Vorwissen mit der ersten Aufgabe kurz prüfen.
| Minuten | Material und Steuerung |
|---|---|
| 0–6 | Erste Antwort · Urteil und nötige Annahme |
| 6–22 | Argument prüfen · Film 1 + Schopenhauer S |
| 22–40 | Freiheit bestimmen · Film 2 + Hume H |
| 40–55 | Verantwortung unterscheiden · Film 3 + Fallkarten |
| 55–70 | Gemeinsam philosophieren · Maßstäbe mit Textbelegen prüfen |
| 70–84 | Eigenes Urteil · Malik-Transfer |
| 84–90 | Sichern und rückmelden · Kriterium, Textbeleg, offene Frage |
Erwartungsschwerpunkte
Argument: Freiheit verlangt im untersuchten Alternativenargument eine andere Entscheidung bei identischer vollständiger Vergangenheit und gleichen Gesetzen; Determinismus schließt sie aus. Der kompatibilistische Einwand setzt besonders am Freiheitskriterium an. Schopenhauers Auszug stützt die Notwendigkeit des einzelnen Wollens; das Alternativenkriterium und jede Verantwortungsfolgerung sind zusätzliche Schritte.
Hume: Freiheit ist die Fähigkeit, gemäß dem eigenen Wollen zu handeln oder nicht zu handeln. Ursächliche Verbindung und Freiheit schließen sich damit nicht aus. Der klassische Ansatz klärt nicht bereits sämtliche modernen Fragen nach reflektiertem Wollen, Manipulation oder Gründe-Responsivität.
Fälle: A enthält Wissen und überlegte Selbststeuerung; B präzisiert unverschuldetes, nicht erkennbares Nichtwissen; C verlangt Angaben über Drohung und verbliebene Kontrolle. Keine automatische Entschuldigung oder numerische Schuldskala. Nora erlaubt die getrennte Beurteilung von Selbstbestimmung und moralischer Richtigkeit.
Transfer: Korrekte Maßstäbe, tragende Textbelege, konkrete Fallanwendung, drei getrennte Urteilsebenen, Einwand mit Antwort und eine offene Tatsachenfrage. Kompatibilistische Zuschreibung und die bestimmte hart deterministische Kritik werden unter der ausdrücklich angenommenen deterministischen Welt verglichen. Die gewählte Schlussposition ist offen.
Unterstützung und Diagnose
Bei Textproblemen einen Satz im Paar gliedern: Wer behauptet was? Welche Voraussetzung trägt den Schluss? Nach etwa fünf Minuten beide Partner je einen Teil erklären lassen. Minimalprodukt: Maßstab, Textbeleg und ein begründeter Einwand; anschließend eigenes Schlussurteil.
Rückmeldung: „Dein Kriterium wird hier sichtbar … Dein Textbeleg trägt den Schluss, wenn … Präzisieren solltest du …“ Die sechs Schlussminuten erlauben kurze Rückmeldung; vollständige Textauswertung danach.
Bei Begriffslücken drei Minuten zusätzliche Klärung aus dem Gesprächsblock nehmen. Bei anhaltender Überforderung die Detailarbeit an Frankfurt/Manipulation zurückstellen und Humes Kriterium sichern. Optionaltexte bleiben optional. Bei ausgefallenem Schlussprodukt hört die Lehrkraft von jeder Person Kriterium, Textbeleg, Fallmerkmal und begründete Reaktion; andernfalls beginnt die nächste Begegnung mit Nachsicherung.
Vorbereitung: eigene Notizflächen, gemeinsame Argumentationskarte und lokale Filme/Texte als Offline-Fallback. Die jeweilige Film-Lesefassung ist verlinkt. Untertitel und Beamerlesbarkeit im konkreten Raum prüfen.
Original, Bearbeitung und Einordnung
Die Auszüge geben philosophische Originaltexte wieder. Historische Schreibweise und Wortwahl bleiben erhalten. Typografische Hervorhebungen, Leerraum und Absatzgliederung wurden für die Lernseite vereinheitlicht; die Kennungen S1, H2, VH1 usw. stammen von dieser Seite. Bei Nietzsche markiert […] eine innere Auslassung. Die Ausschnitte stehen für bestimmte Argumente, nicht für vollständige Werksdarstellungen.
- Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung I, § 55. Text und Kontext; verwendete Ausgabe 1892. Editionsnachweis.
- Hume: Untersuchung, VIII, Teil I und II. Historische Übersetzung von J. H. v. Kirchmann, verwendete Ausgabe 1888. Editionsnachweis. Englischer Originaltext, VIII, Absätze 73 und 76.
- Nietzsche: Götzen-Dämmerung, Die vier großen Irrtümer, § 8. Erstveröffentlichung 1889; Textlog-Lesefassung. Kritische digitale Ausgabe.
Die Werke und die verwendete historische Übersetzung sind gemeinfrei; moderne Kommentare und neuere Übersetzungen wurden nicht übernommen. Die Erläuterungen, Aufgaben und Fallkarten auf dieser Seite sind eigene didaktische Bearbeitungen. Nora und Malik stammen aus den verlinkten Lernplayern, die Fallkarten aus der ursprünglichen Reihe. Filme zeigen didaktische Modelle bzw. generierte Illustrationen fiktiver Fälle; die Stimmen sind synthetisch.
Bildungsplan BW · Basisfach Ethik · 3.3.1.1 (3): Positionen der Freiheitsdebatte erarbeiten und hinsichtlich Willensfreiheit, Moralität und Verantwortung erörtern.