Praxisversuch zur KI-Unterrichtsvorbereitung
Drei Entwürfe, drei Entstehungswege.
Drei digitale Materialien beginnen beim selben Bildungsplanbereich. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel vor der Generierung geklärt wurde. Hier lassen sich die Originale prüfen, optional bewerten und erst danach ihrer Entstehung zuordnen.
Das Material steht zunächst für sich. Modell und Entstehung bleiben verdeckt.
Die Einsatzentscheidung kommt zuerst, danach vier kurze Qualitätsurteile.
Prompt, Modell, Prozess und Live-Ergebnisse werden transparent.
Entwurf 1 von 3
Ein umfangreiches Materialpaket
Würdest du es einsetzen?
Freiwillige Kurzbewertung für Ethiklehrkräfte, etwa 60 Sekunden.
Auflösung
Direktprompt in ChatGPT Web
| Modell und Umgebung | GPT-5.5 in ChatGPT Web |
|---|---|
| Eingabe und Kontext | Kurzer Direktprompt ohne zusätzliche Dateien; Bildungsplanbereich und gewünschte Produktmerkmale werden genannt. |
| Erstausgabe und Revision | 9. Juli 2026, 17:12 Uhr; eine unmittelbare Generierung. Der hier verlinkte Output ist der unveränderte historische Snapshot. |
| Reifegrad und Grenzen | Technisch ausgearbeiteter Performancetest. Unterrichtliche Einbettung, verbindliche Lernhandlung und Lernprodukt bleiben offen. |
Originalprompt vollständig anzeigen
Warum das Ergebnis zugleich stark und begrenzt ist
Der Prompt formuliert einen hohen Produktanspruch, nennt aber weder ein überprüfbares Lernziel noch eine zentrale Denkhandlung, ein Lernprodukt, eine Sozialform oder eine Diagnose. Das Modell füllt diese Leerstellen plausibel mit Breite: viel Inhalt, viele Funktionen, viele mögliche Nutzungen.
Live-Auswertung wird geladen.
Entwurf 2 von 3
Ein fokussiertes Vergleichslabor
Würdest du es einsetzen?
Freiwillige Kurzbewertung für Ethiklehrkräfte, etwa 60 Sekunden.
Auflösung
Ausführliches Briefing im Codex-Chat
| Modell und Umgebung | GPT-5.5 in Codex |
|---|---|
| Eingabe und Kontext | Weiterentwickelter Voice-Mode-Prompt mit Bildungsplanbezug, Theorieproblemen, Operatoren und Vorschlägen für digitale Werkzeuge. |
| Erstausgabe und Revision | Generierung im Codex-Chat, anschließend technische Browserprüfung. Der verlinkte Output dokumentiert diesen Zwischenstand. |
| Reifegrad und Grenzen | Curricular fokussierter Prototyp. Die vielen Teilwerkzeuge sind noch nicht auf eine verbindliche Lernhandlung und Diagnose zugespitzt. |
Vollständiges Briefing anzeigen
Was der längere Kontext verändert
Der Auftrag benennt die letzten Kompetenzpunkte, relevante Theorieprobleme, Operatoren und sinnvolle digitale Werkzeuge. Dadurch wird der Output curricular präziser. Ungeprüft bleibt jedoch die Grundannahme, aus den drei abschließenden Vergleichspunkten unmittelbar eine gemeinsame Lernumgebung zu bauen.
Live-Auswertung wird geladen.
Entwurf 3 von 3
Ein geführtes Anwendungslabor
Würdest du es einsetzen?
Freiwillige Kurzbewertung für Ethiklehrkräfte, etwa 60 Sekunden.
Auflösung
Planung, Spezifikation, Review und Revision
| Modell und Umgebung | Konzeption und Spezifikation in Codex; Erstumsetzung in ChatGPT Web mit 5.6 Sol; Revision und QA in Codex. |
|---|---|
| Eingabe und Kontext | Sieben abgestimmte Markdown-Dateien: Spezifikation, Implementierungsbriefing, Masterprompt, Folgeprompts, Testplan, Content-/Datenmodell und Startanleitung. |
| Erstausgabe und Revision | Erstgenerierung aus dem ZIP-Paket, danach fachliche, funktionale, responsive und technische Prüfung sowie Überarbeitung. |
| Reifegrad und Grenzen | Veröffentlichtes Modul 01 mit Kleinerprobung durch drei Lernende. Das ist ein Praxissignal, aber kein empirischer Nachweis von Lernwirksamkeit. |
Der dritte Output entstand nicht aus einem einzelnen Superprompt. Die Konzeption wurde zunächst in prüfbare Artefakte übersetzt; ChatGPT Web erhielt danach eine begrenzte Implementierungsaufgabe. Die didaktischen Gründe für Modultrennung, 90-Minuten-Pfad, Leitfall, Theoriespuren und Lernprodukt werden im zweiten Beitrag des Dossiers ausführlich rekonstruiert.
Die erste Generierung aus dem ZIP-Paket ist als geteilter Chat dokumentiert. Die vollständigen Eingaben stehen direkt darunter.
Das Paket macht neben dem Output auch Vorgaben, Prüfschritte und Grenzen zugänglich. Warum dieser Kontext beim Veröffentlichen von KI-Unterrichtsmaterialien wichtig ist, erläutert der KMZ-Beitrag „Teilen allein reicht nicht“.
24.890 Bytes · SHA-256 24CD0E54F314B0EF03B94C17DAC6629F4467AA11316F30229ACC9A1006AD4698
Vollständiges Übergabepaket
Sieben Dateien statt eines überladenen Prompts
Alle Dateien sind hier unverändert lesbar. Sie können einzeln kopiert oder als Markdown-Datei gespeichert werden. Das ZIP bündelt exakt dieselben Fassungen.
- Dateien
- 7
- Quellumfang
- 56.704 Bytes
- Paketstand
- 2026-07-09
Manifest mit Dateigrößen und Prüfsummen
{
"version": "2026-07-09",
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"sha256": "25B69FC6D92D9AEDCD452E80DC01C8A5F251195D81FD02383CC56916C220ED6F"
},
{
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"bytes": 4830,
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},
{
"name": "06_Content_und_Datenmodell.md",
"bytes": 11248,
"sha256": "AD8AE3455F6988AE67585B3146EC29C4ADC87B91DAEB8F65B42F1D5E1BEA9A4D"
}
]
}
01 00_START_HIER.md 2.836 Bytes
# Start hier - ChatGPT-Implementierungspaket Modul 01
Dieses Paket ist für die Umsetzung der Lernumgebung in ChatGPT Web mit `5.6 Sol` gedacht. Es enthält die angepasste Spezifikation, ein Umsetzungsbriefing, einen Masterprompt, Folgeprompts und einen Testplan.
## Ziel
ChatGPT soll daraus eine einzelne, offline lauffähige HTML-Datei bauen:
```text
Modul 01 - Moralphilosophie-Anwendungslabor
Ethik Kursstufe BW, 90-Minuten-Anwendungslabor
Standalone HTML, ohne Server, ohne externe Ressourcen
```
## So verwendest du das Paket in ChatGPT Web
1. Öffne ChatGPT Web mit Modell `5.6 Sol`.
2. Lade alle Markdown-Dateien aus diesem Paket hoch.
3. Füge den Text aus `03_MASTERPROMPT_ChatGPT_5-6-Sol.md` als erste Nachricht ein.
4. Lass ChatGPT daraus die vollständige Standalone-HTML-Datei erzeugen.
5. Nutze anschließend `04_Folgeprompts_QA_Iteration.md`, um die HTML-Datei gezielt prüfen und verbessern zu lassen.
6. Prüfe die fertige Datei mit `05_Testplan_Abnahme.md`.
## Paketinhalt
```text
00_START_HIER.md
01_Spezifikation_Modul_01_angepasst.md
02_Implementierungsbriefing_Standalone_HTML.md
03_MASTERPROMPT_ChatGPT_5-6-Sol.md
04_Folgeprompts_QA_Iteration.md
05_Testplan_Abnahme.md
06_Content_und_Datenmodell.md
```
## Wichtigste Anpassungen gegenüber dem hochgeladenen Entwurf
Der hochgeladene Entwurf ist die Grundlage. Zwei Punkte wurden bewusst nachgeschärft:
1. **Beobachtende Person außerhalb der Projektgruppe:**
Die handelnde Person ist nicht selbst Mitglied der unmittelbar betroffenen Projektgruppe. Dadurch steht Zuschauerverantwortung im digitalen Raum klarer im Mittelpunkt. Der Fall bleibt realistischer, aber weniger überladen.
2. **90-Minuten-Ablauf entlastet:**
Die Spezifikation bleibt anspruchsvoll, aber die Umsetzung soll knappe Texte, stark geführte Eingaben und kurze Gutachtenfelder verwenden. Die Schlusszusammenschau ist optional beziehungsweise kurz zu halten, damit Anwendung, Selbstcheck und Reflexion nicht verdrängt werden.
## Verbindlicher Qualitätsanspruch
Die Lernumgebung darf kein digitales Arbeitsblatt mit hübscher Oberfläche werden. Der Code soll Denkhandlungen ermöglichen:
- Ersturteil unter Unsicherheit
- chronologische Fallenthüllung
- Theorie-Check ohne Neuerarbeitung
- theorieeigene Denkwerkzeuge
- Begründungskette aus Fallmerkmal, Theoriekriterium, Prüfung und Empfehlung
- Selbstcheck ohne automatische Bewertung
- Transfer zu Modul 02
## Nicht verhandelbare technische Vorgaben
- eine einzelne `.html`-Datei
- vollständig offline nutzbar
- keine externen Fonts, Skripte, CDNs, Bilder oder Netzwerkanfragen
- keine Anmeldung, kein Upload, keine Telemetrie
- lokale Speicherung nur im Browser
- sichtbare Datenhinweise
- Druckansicht und Kopierfunktion mit Fallback
- Tastaturbedienung, Fokuszustände, Labels, ausreichende Kontraste
02 01_Spezifikation_Modul_01_angepasst.md 24.026 Bytes
# Spezifikation - Modul 01: Moralphilosophie-Anwendungslabor
**Version:** 2.1, ChatGPT-Implementierungsfassung
**Stand:** 09.07.2026
**Status:** angepasste Spezifikation für Standalone-HTML-Prototyp
**Grundlage:** hochgeladener Entwurf `Spezifikation_Modul_01_Moralphilosophie_Anwendungslabor_v2.md`, fachlich angepasst nach kritischer Analyse
## 1. Zweck
Modul 01 ist das erste konkrete Modul einer modularen digitalen Lernumgebung für Ethik in der Kursstufe des allgemeinbildenden Gymnasiums Baden-Württemberg.
Jede Schülerin und jeder Schüler bearbeitet innerhalb von 90 Minuten **genau eine vollständige Theoriespur** zu einem gemeinsamen Fall der Angewandten Ethik:
- Tugendethik nach Aristoteles,
- Utilitarismus,
- Pflichtethik nach Kant.
Die individuelle Tiefenbearbeitung hat Vorrang vor einer oberflächlichen Bearbeitung aller drei Theorien. Am Ende kann der Kurs exemplarische Gutachten aus verschiedenen Spuren nebeneinander wahrnehmen. Ein systematischer Vergleich der Reichweite, Voraussetzungen und Grenzen der Theorien erfolgt erst in Modul 02.
## 2. Modulziel
Nach Abschluss des Moduls kann jede lernende Person:
1. eine spontane moralische Erstreaktion auf einen realistischen Fall von einem theoriegebundenen Urteil unterscheiden;
2. konkrete Fallinformationen mithilfe der gewählten Moralphilosophie untersuchen;
3. eine realistische Handlungsstrategie theoriegebunden prüfen und begründet empfehlen;
4. mindestens ein zentrales Prüfverfahren und einen dazugehörigen Fachbegriff korrekt anwenden;
5. eine Unsicherheit der konkreten Anwendung benennen, ohne bereits pauschal die Theorie zu bewerten;
6. reflektieren, ob die Theorie das eigene Ersturteil bestätigt, präzisiert, verschoben oder herausgefordert hat.
Das individuelle Kernprodukt ist ein kurzes, theoriegebundenes Gutachten.
## 3. Nicht-Ziele
Modul 01 soll nicht:
- die Theorien vollständig neu einführen;
- alle drei Theorien durch jede Person in 90 Minuten vertieft bearbeiten lassen;
- die Grenzen, Voraussetzungen oder Überlegenheit einzelner Theorien systematisch vergleichen;
- ein vollständiges Klausurtraining leisten;
- KI oder Deepfakes allgemein erklären;
- Gutachten automatisch fachlich bewerten;
- Musterlösungen an die Stelle eigenen Denkens setzen;
- die Lehrkraft durch digitale Bewertung ersetzen.
Unterschiedliche Fragen, Begründungswege und Empfehlungen dürfen sichtbar werden. Die Bewertung dieser Unterschiede gehört jedoch zu Modul 02.
## 4. Voraussetzungen
Die gewählte Theorie wurde vor dem Modul bereits im Unterricht erarbeitet. Der Theorie-Check im Modul reaktiviert Wissen, ersetzt aber keine Theorieeinführung.
### Tugendethik
- Eudaimonie und Telos;
- Tugend und praktische Klugheit, Phronesis;
- Mesoteslehre als situationsbezogene Bestimmung einer angemessenen Haltung, nicht als rechnerischer Mittelwert.
### Utilitarismus
- Utilitätsprinzip;
- Glück beziehungsweise Wohlergehen und Leid beziehungsweise Schaden;
- unparteiische Berücksichtigung aller Betroffenen;
- mindestens eine erarbeitete Variante des Utilitarismus.
### Pflichtethik
- guter Wille, Pflicht und Neigung;
- Maxime;
- Kategorischer Imperativ als Prüfverfahren;
- Verallgemeinerungsformel und Menschheitszweckformel;
- Menschenwürde und Instrumentalisierung.
## 5. Bildungsplanbezug
Das Modul bearbeitet die Anwendungspunkte des Bildungsplans 2016 Baden-Württemberg, Gymnasium Ethik 11/12 Basisfach, Bereich `3.3.3 Moralphilosophie`:
- Tugendethik `3.3.3.1 (6)`: Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten der Angewandten Ethik auf Grundlage der aristotelischen Ethik erarbeiten, diskutieren und bewerten.
- Utilitarismus `3.3.3.2 (4)`: Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten der Angewandten Ethik auf utilitaristischer Grundlage erarbeiten, diskutieren und bewerten.
- Pflichtethik `3.3.3.3 (5)`: Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten der Angewandten Ethik auf Grundlage von Kants Pflichtethik erarbeiten, diskutieren und bewerten.
Die anschließenden Punkte zu Möglichkeiten, Grenzen und Vergleich bleiben Modul 02 vorbehalten:
- Tugendethik `3.3.3.1 (7)`
- Utilitarismus `3.3.3.2 (5)`
- Pflichtethik `3.3.3.3 (6)`
Prozessbezogen verbindet das Modul Wahrnehmen und sich Hineinversetzen, Analysieren und Interpretieren, Argumentieren und Reflektieren sowie Beurteilen und Entscheiden.
## 6. Didaktische Grundbewegung
Die Lernbewegung lautet:
```text
Fallbegegnung mit begrenztem Wissensstand
-> privates Ersturteil
-> Theorie auffrischen
-> neue Fallinformation einbeziehen
-> Fallinformationen theoriebezogen auswählen
-> theorieeigenes Denkwerkzeug nutzen
-> Handlungsstrategie begründen
-> Kurz-Gutachten schreiben
-> Selbstcheck und Überarbeitung
-> Ersturteil und Theorieurteil vergleichen
-> Transfertext für Modul 02 sichern
```
Die digitale Umgebung speichert die Erstreaktion ausschließlich lokal. Sie wird nicht bewertet, nicht zentral eingesammelt und in der Präsentationsansicht standardmäßig nicht angezeigt.
## 7. Leitfall: Der Voice-Clip im Kurschat
Alle Personen sind fiktiv. Namen sind bewusst nicht eindeutig geschlechtlich markiert.
### Rollen
- **Noa** ist Mitglied einer schulischen Projektgruppe. Noas Stimme scheint im Clip zu hören zu sein. Noa ist primär betroffen, weil Stimme, Ruf, Vertrauen und Würde betroffen sind.
- **Projektgruppe** ist die Gruppe, über die im Clip abwertend gesprochen wird. Sie ist sekundär betroffen, weil Vertrauen, Zusammenarbeit und sozialer Status beschädigt werden.
- **Alex** ist im selben Kurs und sieht den Chatverlauf, ist aber **nicht Mitglied der direkt betroffenen Projektgruppe**. Alex ist die beobachtende und handelnde Person. Dadurch steht Zuschauerverantwortung im digitalen Raum im Mittelpunkt.
- **Robin** stellt den Clip in den Kurschat oder leitet ihn weiter. In Stufe 1 ist unklar, ob Robin den Clip erstellt, nur weitergeleitet oder aus einer anderen Quelle übernommen hat.
- **Chatgruppe** ist der Kurschat, in dem digitale Reaktionen sichtbar werden.
Die Lernenden spielen keine Rollen. Sie untersuchen die Handlungssituation von Alex.
### Fallstufe 1: Der akute Moment
Kurz vor Unterrichtsbeginn taucht im privaten Kurschat ein kurzer Voice-Clip auf. Die Stimme klingt täuschend echt wie Noa. Im Clip wirkt es so, als würde Noa die eigene Projektgruppe abwertend kommentieren und sich selbst als einzige kompetente Person darstellen.
Unter dem Clip erscheinen digitale Reaktionen: Lach-Emojis, kurze Kommentare wie „Ist das echt?“, Markierungen weiterer Personen und Hinweise wie „Das muss in die andere Gruppe“. Einige Chatmitglieder reagieren gar nicht, obwohl sie den Clip offenbar gesehen haben.
Noa hat noch nicht kommentiert. Alex weiß zu diesem Zeitpunkt nicht:
- ob der Clip echt, geschnitten oder künstlich erzeugt ist;
- wer ihn aufgenommen, erstellt oder weitergeleitet hat;
- ob Noa ihn bereits kennt;
- wie weit er schon verbreitet wurde.
Alex muss entscheiden, was im unmittelbaren Moment zuerst verantwortlich wäre.
### Erste private Reaktion
Vor jeder Theoriehilfe hält die lernende Person knapp fest:
- Was sollte Alex spontan als Erstes tun?
- Warum erscheint diese Reaktion zunächst richtig?
- Wie sicher ist dieses Urteil auf einer Skala von 1 bis 5?
Diese Eingabe bleibt privat und wird später dem Theorieurteil gegenübergestellt.
### Fallstufe 2: Neue Informationen
Nach der Erstreaktion und der ersten Sofortentscheidung werden weitere Informationen eingeblendet:
- Noa erklärt glaubhaft, den Satz nie aufgenommen oder gesprochen zu haben.
- Eine technische Prüfung ist noch nicht abgeschlossen; mehrere Hinweise sprechen jedoch für einen synthetisch erzeugten oder manipulierten Voice-Clip.
- Der Clip wurde mindestens in einen weiteren Chat weitergeleitet.
- Noa wirkt verletzt und zieht sich aus der Projektkommunikation zurück.
- In der Projektgruppe entstehen Misstrauen, Ärger und gegenseitige Verdächtigungen.
- Robin bezeichnet den Clip als „offensichtlichen Witz“, will aber nicht sagen, woher er stammt.
Nun muss Alex nicht nur auf den einzelnen Post reagieren, sondern eine verantwortbare Handlungsstrategie für die Nacharbeit entwickeln.
### Schutzrahmen
Der Fall bleibt schulisch handhabbar:
- keine reale Person aus dem Kurs;
- keine diskriminierenden oder sexualisierten Inhalte;
- keine detaillierte Darstellung einer Demütigung;
- keine visuelle oder akustische Inszenierung des Clips;
- keine kriminalisierende Dramatisierung;
- Fokus auf Haltung, Folgen, Pflichten, Würde, Vertrauen und digitales Handeln.
## 8. Handlungsraum
Die Lernenden begründen keine isolierte Schaltfläche, sondern eine geordnete Handlungsstrategie. Die Strategie besteht aus:
1. einer **Sofortreaktion** im akuten Moment;
2. einer **Nachsorgehandlung** nach neuen Informationen;
3. optional einem ergänzenden Schritt.
Mögliche Sofortreaktionen:
- im Chat darum bitten, den Clip nicht weiterzuleiten;
- die Echtheit offenlassen und vorschnelle Beschuldigungen zurückweisen;
- Noa privat kontaktieren und Unterstützung anbieten;
- Robin privat nach Herkunft und Absicht fragen;
- nur notwendige Belege sichern, ohne den Clip weiterzuverbreiten;
- zunächst nicht öffentlich reagieren, aber den Clip nicht weiterleiten;
- eine eigene Sofortreaktion formulieren.
Mögliche Nachsorgehandlungen:
- Noa unterstützen und gemeinsam klären, was als Nächstes passieren soll;
- eine Lehrkraft oder schulische Ansprechperson vertraulich informieren;
- eine öffentliche Korrektur oder Klarstellung im Kurschat anregen;
- ein moderiertes Klärungsgespräch vorschlagen;
- Robin beziehungsweise Weiterleitende zur Verantwortung auffordern;
- die Projektgruppe vor weiteren Gerüchten schützen;
- eine eigene Nachsorgehandlung formulieren.
Die Oberfläche macht Spannungen sichtbar:
- schnelles Stoppen versus vorschnelle Beschuldigung;
- Schutz der betroffenen Person versus zusätzliche Verbreitung durch Beweissicherung;
- private Klärung versus öffentliche Korrektur;
- Deeskalation versus institutionelle Verantwortungsübernahme.
## 9. Modularchitektur
Die Oberfläche folgt dieser Struktur:
1. Start, Arbeitsstand und Schutzrahmen
2. Fallstufe 1
3. private Erstreaktion und Sofortentscheidung
4. Wahl oder Zuweisung einer Theoriespur
5. Theorie-Check
6. Fallstufe 2
7. theorieeigenes Anwendungslabor
8. Handlungsstrategie
9. Theorie-Gutachten
10. Selbstcheck und Überarbeitung
11. Vorher-Nachher-Reflexion
12. Präsentations-, Druck- und Transferansicht
Der frühere Begriff `Theorie-Reset` wird nicht verwendet. Der Lernabschnitt heißt **Theorie-Check: kurz auffrischen**.
## 10. Gemeinsame Außenstruktur der Theoriespuren
Alle drei Spuren besitzen dieselbe Außenstruktur:
1. Theorie-Check
2. Fallinformationen auswählen
3. theorieeigenes Prüfwerkzeug
4. Handlungsstrategie entwickeln
5. Gutachten schreiben
6. Selbstcheck
7. Vorher-Nachher-Reflexion
Innerhalb des Prüfwerkzeugs unterscheiden sich die Spuren deutlich.
## 11. Tugendethik-Spur
### Leitfrage
Welche Haltung wäre in dieser Situation tugendhaft und durch praktische Klugheit bestimmt?
### Verbindliche Denkbewegung
1. relevante Situationsmerkmale und mögliche Affekte wahrnehmen;
2. mindestens eine zentrale Tugend bestimmen;
3. zugehörige Fehlhaltungen oder Extreme unterscheiden;
4. mithilfe der Phronesis prüfen, welche Haltung in dieser Situation angemessen ist;
5. Handlung und längerfristige Charakter- beziehungsweise Gemeinschaftsbildung verbinden;
6. daraus eine Handlungsstrategie ableiten.
### Digitales Prüfwerkzeug: Tugendprofil
Felder:
- relevante Fallinformation;
- geforderte Tugend;
- Fehlhaltung des Zuwenig;
- Fehlhaltung des Zuviel;
- situationsangemessene Haltung;
- Begründung durch Phronesis;
- Beitrag zu einem gelingenden Zusammenleben.
Das Werkzeug verwendet keinen linearen Schieberegler und berechnet keine „Mitte“.
### Typische Fehlspuren
- bloße Alltagsmoral wie „Man sollte nett sein“;
- Tugenden nur aufzählen;
- die Mitte als beliebigen Kompromiss verstehen;
- nur die Einzelhandlung betrachten und Haltung, Phronesis und Lebensform ausblenden.
## 12. Utilitarismus-Spur
### Leitfrage
Welche Handlungsstrategie lässt unter unparteiischer Berücksichtigung aller Betroffenen insgesamt die besten Folgen erwarten?
### Verbindliche Denkbewegung
1. alle relevanten Betroffenen erfassen;
2. kurz-, mittel- und längerfristige Folgen untersuchen;
3. Nutzen, Schaden, Wohlergehen, Leid und Vertrauen berücksichtigen;
4. Schwere, Wahrscheinlichkeit und Unsicherheit möglicher Folgen unterscheiden;
5. die verwendete utilitaristische Variante benennen;
6. Handlungsstrategien begründet gegeneinander abwägen.
### Digitales Prüfwerkzeug: Folgenmatrix
Felder:
- betroffene Person oder Gruppe;
- mögliche Folge;
- Zeitraum: unmittelbar, mittelfristig oder längerfristig;
- Wirkung: eher Nutzen/Wohlergehen oder eher Schaden/Leid;
- Gewicht: gering, mittel oder erheblich;
- Wahrscheinlichkeit: niedrig, mittel oder hoch;
- Unsicherheit beziehungsweise fehlende Information.
Die Anwendung erzeugt keinen scheinpräzisen Gesamtscore.
### Typische Fehlspuren
- nur die Mehrheit oder die lauteste Gruppe berücksichtigen;
- Betroffene nicht unparteiisch erfassen;
- bloß behaupten, eine Option bringe „am meisten Glück“;
- sichere und nur vermutete Folgen gleich behandeln;
- die utilitaristische Variante nicht kenntlich machen.
## 13. Pflichtethik-Spur
### Leitfrage
Nach welcher Maxime sollte Alex handeln, und achtet diese Maxime jede Person als Zweck an sich selbst?
### Verbindliche Denkbewegung
1. relevante Situationsmerkmale klären;
2. eine präzise Maxime formulieren;
3. die Maxime auf Verallgemeinerbarkeit prüfen;
4. mögliche Instrumentalisierung anhand der Menschheitszweckformel prüfen;
5. Pflichten gegenüber Noa, der Projektgruppe, der Wahrheit und der schulischen Gemeinschaft ordnen;
6. daraus eine Handlungsstrategie ableiten.
Empirische Folgen helfen, Situation, Zweck und Tragweite der Maxime zu bestimmen. Sie begründen bei Kant jedoch nicht die moralische Gültigkeit der Handlung.
### Digitales Prüfwerkzeug: Maximen-Prüfung
Der Maximen-Baukasten führt durch:
```text
Wenn ...
will ich ...
um ...
```
Danach folgen getrennte Prüffelder:
- Welches allgemeine Gesetz entstünde aus dieser Maxime?
- Könnte eine solche Praxis widerspruchsfrei bestehen?
- Könnte eine vernünftige Person dieses Gesetz wollen?
- Wird eine beteiligte Person bloß als Mittel benutzt?
- Welche Alternative achtet Personen zugleich als Zweck an sich selbst?
- Welche Pflicht trägt die Handlungsempfehlung?
### Typische Fehlspuren
- eine schon moralisch formulierte Regel statt der tatsächlichen Handlungsmaxime prüfen;
- die Goldene Regel an die Stelle des Kategorischen Imperativs setzen;
- Menschenwürde nur nennen, ohne Instrumentalisierung zu untersuchen;
- die Handlung ausschließlich wegen erwarteter Folgen empfehlen.
## 14. Theorie-Gutachten
Jede Theoriespur endet mit einem kompakten Gutachten aus sechs Teilen:
1. **Handlungsstrategie:** Was sollte Alex in welcher Reihenfolge tun?
2. **Fallbezug:** Welche konkreten Informationen sind für das Urteil entscheidend?
3. **Theorieprüfung:** Welches theorieeigene Kriterium wurde wie angewendet?
4. **Begründetes Urteil:** Warum folgt die Empfehlung aus der Theorie?
5. **Anwendungsunsicherheit:** Welche Information oder Zuordnung bleibt unsicher?
6. **Transfer zu Modul 02:** Welchen Aspekt des Falls macht diese Theorie besonders sichtbar?
Die erwartete Begründungsstruktur lautet:
```text
Fallinformation -> Theoriekriterium -> Prüfung/Abwägung -> Handlungsempfehlung
```
## 15. Selbstcheck
Der Selbstcheck fordert zur begründeten Selbstprüfung auf:
- Habe ich konkrete Fallinformationen verwendet?
- Habe ich ein theorieeigenes Kriterium tatsächlich angewendet?
- Wird nachvollziehbar, wie meine Prüfung zur Handlungsempfehlung führt?
- Habe ich eine plausible Gegenmöglichkeit berücksichtigt?
- Habe ich Unsicherheit kenntlich gemacht?
- Klingt meine Begründung nach der Theorie oder nur nach meiner Alltagsmeinung?
Fehlende Pflichtfelder dürfen technisch angezeigt werden. Die Anwendung darf jedoch nicht behaupten, ein Gutachten sei fachlich richtig oder falsch.
## 16. Vorher-Nachher-Reflexion
Die Umgebung stellt private Erstreaktion und abschließendes Theorieurteil nebeneinander. Die lernende Person ergänzt:
```text
Die Theorie hat mein erstes Urteil bestätigt / präzisiert / verschoben / herausgefordert, weil ...
```
Zusätzlich wird die Sicherheit des Urteils erneut auf einer Skala von 1 bis 5 eingeschätzt. Die Skalen dienen nur der Selbstreflexion.
## 17. 90-Minuten-Kursmodus
Der Ablauf ist bewusst knapp gehalten. Die Oberfläche zeigt keine permanente Countdown-Uhr. Im Lehrkraftbereich stehen Zeitmarken bereit.
| Zeit | Phase | Produkt |
|---:|---|---|
| 0-5 Min. | Einstieg, Ziel, Arbeitsstand, Schutzrahmen | Arbeitsstand angelegt |
| 5-15 Min. | Fallstufe 1, Erstreaktion, Sofortentscheidung | privates Ersturteil |
| 15-25 Min. | Theorie wählen oder zuweisen, Theorie-Check | aktivierte Leitfrage |
| 25-32 Min. | Fallstufe 2 | neue Verantwortungslage |
| 32-55 Min. | Anwendungslabor | Tugendprofil, Folgenmatrix oder Maximenprüfung |
| 55-70 Min. | Handlungsstrategie und Gutachten | Kurz-Gutachten |
| 70-80 Min. | Selbstcheck und Überarbeitung | revidiertes Gutachten |
| 80-90 Min. | Reflexion, Transfer, optionale Kurz-Zusammenschau | Transfertext |
Die Schlusszusammenschau ist optional oder sehr kurz. Vorrang haben Gutachten, Selbstcheck und Reflexion.
## 18. Digitale didaktische Funktionen
Der Prototyp enthält:
- schrittweise Enthüllung der beiden Fallstufen;
- private Speicherung der Erstreaktion;
- Theorie-Check mit einklappbaren Hilfen;
- Auswahl relevanter Fallinformationen;
- theorieeigenes interaktives Prüfwerkzeug;
- geordneten Handlungsstrategie-Builder;
- automatisch zusammengestellte, aber vollständig editierbare Gutachtenstruktur;
- Selbstcheck ohne automatische Bewertung;
- automatische Vorher-Nachher-Gegenüberstellung;
- fokussierte Präsentationsansicht;
- Kopier- und Druckansicht;
- lokale Autospeicherung;
- gezieltes Löschen der aktuellen Spur, des aktuellen Arbeitsstands oder aller lokalen Daten.
Die Anwendung darf keine Begründung erfinden und keine fehlenden inhaltlichen Schritte automatisch ergänzen.
## 19. Hilfesystem
Jede Theoriespur bietet gestufte, optional aufklappbare Hilfen:
1. Orientierung: Worauf achtet diese Theorie?
2. Prüffragen: Welche Denkschritte sind nötig?
3. Begriffshilfe: Was bedeuten die zentralen Fachbegriffe?
4. Fehlspur: Woran erkenne ich eine nur scheinbar theoriegebundene Antwort?
5. Formulierungshilfe: Wie kann eine Begründung klar formuliert werden?
Hilfen werden nicht negativ bewertet und nicht protokolliert.
## 20. Sprache und UI-Ton
Die Sprache ist klar, direkt, fachlich präzise und lernfreundlich.
Gewünscht:
- kurze Arbeitsaufträge;
- sichtbare Operatoren wie anwenden, prüfen, begründen, abwägen und bewerten;
- verständliche Fachbegriffe mit optionalen Hilfen;
- reflektierende Impulse;
- sachliche Ansprache ohne moralische Vorwegnahme.
Nicht gewünscht:
- künstliche Jugendsprache;
- trockene Klausurprosa als durchgängiger Ton;
- Rolleninszenierung;
- moralische Belehrung;
- dramatisierende Medienästhetik;
- Punkte, Badges, Ranglisten.
## 21. Technischer Zielrahmen
Der Prototyp wird als einzelne Standalone-HTML-Datei umgesetzt.
Verbindliche Anforderungen:
- vollständig offline nutzbar;
- keine externen Skripte, Fonts, CDNs, Bilder oder Netzwerkanfragen;
- keine Anmeldung, kein Upload, keine Telemetrie;
- lokale Autospeicherung mit sichtbarem Speicherstatus;
- Hinweis, dass Daten auf dem verwendeten Gerät verbleiben;
- Warnung bei gemeinsam genutzten Geräten;
- keine verpflichtende Eingabe personenbezogener Daten;
- getrennte Funktionen: aktuelle Spur neu beginnen, aktuellen Arbeitsstand löschen, alle lokalen Daten löschen;
- Bestätigungsdialog vor dem Löschen;
- druckoptimierte A4-Ausgabe des Gutachtens;
- kopierbarer strukturierter Transfertext;
- Clipboard-Fallback;
- nutzbar auf Desktop und Tablet;
- robuste Bedienung mit Maus, Touch und Tastatur.
## 22. Barrierefreiheit
Der Prototyp muss mindestens erfüllen:
- semantische Überschriften- und Formularstruktur;
- eindeutige sichtbare Labels für alle Eingaben;
- vollständige Tastaturbedienbarkeit;
- gut sichtbarer Tastaturfokus;
- ausreichende Farbkontraste;
- Fehlermeldungen in Textform und nicht nur farblich;
- verständliche Link- und Buttonbezeichnungen;
- sinnvolle Reihenfolge für Screenreader;
- Touch-Ziele in angemessener Größe;
- keine zeitabhängige Pflichtinteraktion;
- Druckansicht mit erhaltener inhaltlicher Struktur.
## 23. Sicherung und Übergang zu Modul 02
Der Prototyp erzeugt ein strukturiertes Transferpaket:
- bearbeitete Theorie;
- gewählte Handlungsstrategie;
- entscheidende Fallinformationen;
- angewendetes Theoriekriterium;
- begründetes Urteil;
- Anwendungsunsicherheit;
- besonders sichtbar gewordener Fallaspekt;
- Vorher-Nachher-Reflexion auf Wunsch der lernenden Person.
Das Transferpaket kann kopiert oder gedruckt werden. Version 1 braucht keine Import-/Exportdateien.
## 24. Lehrkraftbereich
Der schlanke Lehrkraftbereich enthält:
- Modulziel und Voraussetzungen;
- Bildungsplananker;
- Hinweise zur Verteilung der Theoriespuren;
- 90-Minuten-Ablauf;
- Vorschlag für optionalen Peer-Qualitätsstopp;
- Diagnosehinweise zu typischen Fehlspuren;
- Anleitung für optionale Schlusszusammenschau;
- Datenschutz- und Gerätehinweise;
- Anschluss an Modul 02.
Der Lehrkraftbereich enthält keine vollständige Musterlösung.
## 25. Einsatzmodi
- **90-Minuten-Kursmodus:** Jede Person bearbeitet eine Theoriespur individuell. Am Ende können exemplarische Ergebnisse sichtbar gemacht werden.
- **Einzeltheorie-Modus:** Nach Abschluss einer Theorie wird gezielt nur die passende Spur bearbeitet.
- **Selbstlernmodus:** Eine Person bearbeitet eine Theorie selbstständig; die Schlusszusammenschau entfällt.
- **Mehrfachbearbeitung:** Weitere Spuren können später nacheinander bearbeitet werden. Eine Bearbeitung aller drei Spuren ist nicht für eine 90-Minuten-Einheit vorgesehen.
## 26. Abnahmekriterien
Didaktik und Fachlichkeit:
- Jede Person kann eine Theoriespur ohne Kenntnis der anderen Spuren vollständig bearbeiten.
- Jede Spur erzwingt ein eigenes Prüfverfahren und nicht nur Fachbegriffsnennung.
- Die Begründungskette Fallinformation -> Kriterium -> Prüfung -> Empfehlung ist im Produkt erkennbar.
- Mesotes wird nicht als mathematische Mitte dargestellt.
- Die utilitaristische Prüfung berücksichtigt Betroffene, Zeiträume, Gewicht, Wahrscheinlichkeit und Unsicherheit.
- Die kantische Prüfung enthält Maxime, Universalisierung und Zweck-an-sich-Prüfung.
- Anwendungsschwierigkeit und systematische Theoriegrenze bleiben sprachlich getrennt.
- Die Schlusszusammenschau erzwingt keinen Theorievergleich.
Fall und Aufgaben:
- Der Wissensstand von Alex ist in beiden Fallstufen eindeutig.
- Alle Rollen und Betroffenheiten sind nachvollziehbar.
- Alex ist beobachtend, aber nicht Mitglied der direkt betroffenen Projektgruppe.
- Handlungen können zu einer realistischen Strategie kombiniert und geordnet werden.
- Keine Option ist durch ihre Formulierung bereits als moralisch richtige Lösung markiert.
- Die Bearbeitung ist mit durchschnittlichem Arbeitstempo in 90 Minuten möglich.
Technik und Bedienung:
- Die Datei funktioniert offline vollständig.
- Eingaben bleiben nach unbeabsichtigtem Neuladen erhalten, sofern lokale Speicherung verfügbar ist.
- Kopieren, Drucken und Löschen funktionieren nachvollziehbar.
- Kein Netzwerkkontakt findet statt.
- Bedienung funktioniert mit Tastatur, Maus und Touch.
- Desktop- und Tabletansicht erzeugen keine horizontalen Scrollzwänge.
- Pflichtfelder und technische Fehler werden angezeigt, ohne fachliche Richtigkeit vorzutäuschen.
03 02_Implementierungsbriefing_Standalone_HTML.md 6.067 Bytes
# Implementierungsbriefing - Standalone HTML
Dieses Briefing ist die technische und didaktische Arbeitsanweisung für ChatGPT Web mit `5.6 Sol`.
## Zielartefakt
Erzeuge eine einzelne Datei:
```text
2026-07-09 - Modul 01 Moralphilosophie Anwendungslabor.html
```
Die Datei enthält:
- HTML
- CSS
- JavaScript
Alles ist inline. Es gibt keine externen Abhängigkeiten.
## Technische Grundregeln
Verboten:
- externe Fonts
- externe Bilder
- externe Skripte
- CDNs
- Frameworks aus dem Netz
- Netzwerkanfragen
- Login
- Upload
- Telemetrie
- automatische fachliche Bewertung
Erlaubt und erwünscht:
- semantisches HTML
- modernes CSS ohne externe Ressourcen
- Vanilla JavaScript
- localStorage mit sichtbarem Hinweis
- HTML-Templates oder Datenobjekte im Script
- Druck-CSS per `@media print`
- Clipboard API mit Fallback
## UI-Grundstruktur
Die Oberfläche soll arbeitsfokussiert, ruhig und hochwertig sein.
Empfohlene Hauptbereiche:
1. Kopfleiste mit Titel, Fortschritt, Speicherstatus, Lehrkraftbereich
2. Seiten- oder Schritt-Navigation auf Desktop, kompakte Navigation auf Tablet
3. Hauptarbeitsbereich
4. rechte oder untere Zusammenfassung: aktuelles Produkt, Transfer, nächste Schritte
Auf Tablet oder schmalen Viewports darf keine starre Mehrspaltenansicht erzwungen werden.
## Schrittlogik
Die Anwendung führt durch diese Schritte:
1. Start und Arbeitsstand
2. Schutzrahmen
3. Fallstufe 1
4. Erstreaktion und Sicherheitsskala
5. Sofortentscheidung
6. Theorie wählen
7. Theorie-Check
8. Fallstufe 2 freischalten
9. Fallinformationen auswählen
10. Theorie-Denkwerkzeug bearbeiten
11. Handlungsstrategie ordnen
12. Gutachten schreiben
13. Selbstcheck
14. Vorher-Nachher-Reflexion
15. Präsentations-, Druck- und Transferansicht
Fallstufe 2 darf erst sichtbar werden, nachdem Erstreaktion und Sofortentscheidung bearbeitet wurden. Die Sperre muss didaktisch erklärt werden: Es geht um Urteil unter Unsicherheit, nicht um Spielmechanik.
## Theoriespuren
Implementiere drei Spuren:
- Tugendethik
- Utilitarismus
- Pflichtethik
Jede Spur hat:
- Leitfrage
- Theorie-Check
- Begriffshilfen
- typische Fehlspuren
- eigene Eingabefelder
- Gutachtenbausteine
- Selbstcheck
Der Wechsel der Spur ist möglich, aber klar zu behandeln:
- Wenn schon Eingaben vorhanden sind, Warnung anzeigen.
- Eingaben pro Spur getrennt speichern.
- Es gibt eine Funktion `Aktuelle Spur neu beginnen`.
## Lokale Speicherung
Nutze einen versionsbezogenen localStorage-Namensraum:
```text
ethik_modul01_anwendungslabor_v2_1
```
Speichere:
- Arbeitsstand-ID oder Arbeitsstand-Name
- aktuell gewählte Spur
- bearbeiteter Schritt
- Erstreaktion
- Sicherheit vorher
- Sofortentscheidung
- Freischaltung Fallstufe 2
- ausgewählte Fallinformationen
- Eingaben der jeweiligen Theoriespur
- Handlungsstrategie
- Gutachtenfelder
- Selbstcheck
- Sicherheit nachher
- Reflexion
Zeige Speicherstatus:
- gespeichert
- ungespeicherte Änderung
- lokale Speicherung nicht verfügbar
Auf gemeinsam genutzten Geräten muss ein Hinweis sichtbar sein.
## Datenschutztext für die Oberfläche
Nutze sinngemäß:
```text
Deine Eingaben bleiben auf diesem Gerät im Browser gespeichert. Es gibt keinen Upload und keine Anmeldung. Wenn du an einem gemeinsam genutzten Gerät arbeitest, lösche deinen Arbeitsstand nach dem Drucken oder Kopieren.
```
## Datenlöschung
Implementiere drei getrennte Löschfunktionen:
1. `Aktuelle Spur neu beginnen`
2. `Aktuellen Arbeitsstand löschen`
3. `Alle lokalen Daten dieser Lernumgebung löschen`
Alle drei brauchen eine Bestätigung.
## Gutachten-Builder
Das Gutachten wird aus Vorarbeiten vorgeschlagen, bleibt aber vollständig editierbar.
Wichtig:
- Die Anwendung darf keine inhaltliche Begründung erfinden.
- Wenn Felder leer sind, soll der Vorschlag Platzhalter oder Hinweise enthalten, nicht erfundene Aussagen.
- Fehlende Pflichtfelder dürfen markiert werden.
- Niemals `richtig`, `falsch`, `Note`, `Punkte` oder automatische Qualitätsurteile ausgeben.
## Präsentationsansicht
Die Präsentationsansicht zeigt standardmäßig:
- gewählte Theorie
- Handlungsstrategie
- zentrale Fallinformationen
- Theorieprüfung
- begründete Empfehlung
- Anwendungsunsicherheit
- Übergabesatz für Modul 02
Die private Erstreaktion bleibt standardmäßig ausgeblendet. Optional kann die lernende Person sie bewusst einblenden.
## Druckansicht
Die Druckansicht soll A4-tauglich sein und enthalten:
- Titel
- Arbeitsstand
- Datum optional
- Theorie
- Gutachten
- Transfertext
Navigation, Buttons, Hilfekarten und Lehrkraftbereich werden im Druck ausgeblendet.
## Clipboard-Fallback
Implementiere:
1. Button `Transfertext kopieren`.
2. Wenn `navigator.clipboard.writeText` funktioniert: Erfolgsmeldung.
3. Wenn nicht: Textbereich anzeigen mit Hinweis `Markiere den Text und kopiere ihn manuell`.
## Accessibility
Mindestanforderungen:
- echte Buttons für Aktionen
- Labels für Inputs und Textareas
- Fieldsets für zusammengehörige Eingaben
- sichtbarer Fokus
- `aria-live` für Speicherstatus und Fehlermeldungen
- keine Information nur über Farbe
- Tastaturbedienung ohne Drag-and-drop-Zwang
- sinnvolle Überschriftenhierarchie
## Designrichtung
Ruhig, arbeitsfokussiert, hochwertig.
Keine Landingpage. Die erste Ansicht ist direkt die Lernumgebung.
Farbigkeit:
- neutrale Arbeitsfläche
- wenige Akzentfarben
- pro Theorie eine dezente Kennfarbe
- kein dominantes Lila-/Blaugradienten-Thema
- keine dekorativen Orbs, Bokeh-Hintergründe oder übergroßen Hero-Elemente
## Implementierungsprioritäten
Priorität 1:
- vollständiger Lernfluss
- korrekte Falllogik
- alle drei Theoriespuren
- Gutachten, Reflexion, Transfer
- localStorage
- Druck/Kopie
Priorität 2:
- Lehrkraftbereich
- Präsentationsansicht
- stärkere UI-Politur
- differenzierte Hilfekarten
Priorität 3:
- kleine Komfortfunktionen wie Arbeitsstand-Auswahl, kompakte Fortschrittsminiaturen oder optionale Phasenhinweise
Wenn nicht alles perfekt möglich ist, darf Priorität 3 reduziert werden. Priorität 1 ist verbindlich.
04 03_MASTERPROMPT_ChatGPT_5-6-Sol.md 3.823 Bytes
# Masterprompt für ChatGPT Web mit 5.6 Sol
Nutze diesen Prompt als erste Nachricht, nachdem alle Dateien dieses Pakets hochgeladen wurden.
```text
Du bist ein sehr sorgfältiger Produktentwickler, Frontend-Engineer und Fachdidaktiker für Ethik in der gymnasialen Kursstufe.
Aufgabe:
Erstelle aus den hochgeladenen Dateien eine vollständige, direkt nutzbare Standalone-HTML-Lernumgebung für:
"Modul 01 - Moralphilosophie-Anwendungslabor"
Ziel:
Die Lernumgebung soll in einer 90-Minuten-Doppelstunde in Ethik Kursstufe Baden-Württemberg eingesetzt werden. Jede lernende Person bearbeitet genau eine Theoriespur zu einem gemeinsamen Fall:
- Tugendethik nach Aristoteles
- Utilitarismus
- Pflichtethik nach Kant
Verbindliche Grundlage:
1. Nutze `01_Spezifikation_Modul_01_angepasst.md` als normative Spezifikation.
2. Nutze `02_Implementierungsbriefing_Standalone_HTML.md` für technische und UI-Vorgaben.
3. Nutze `06_Content_und_Datenmodell.md` für konkrete Texte, Optionen, Datenmodell und Inhaltsbausteine.
4. Beachte `05_Testplan_Abnahme.md` als Abnahmelogik.
Wichtige fachliche Entscheidungen:
- Die handelnde Person heißt Alex und ist im selben Kurs, aber nicht Mitglied der direkt betroffenen Projektgruppe. Dadurch steht Zuschauerverantwortung im digitalen Raum im Mittelpunkt.
- Fallstufe 2 darf erst sichtbar werden, nachdem Erstreaktion und Sofortentscheidung bearbeitet wurden.
- Modul 01 ist Anwendung, nicht systematischer Theorievergleich. Unterschiede dürfen sichtbar werden, aber Grenzen/Reichweitenvergleich gehört zu Modul 02.
- Keine automatische fachliche Bewertung, keine Punkte, keine KI-Rückmeldung, keine Musterlösung in der Lernendenoberfläche.
Technische Anforderungen:
- Erzeuge genau eine vollständige `.html`-Datei.
- Alles muss inline enthalten sein: HTML, CSS, JavaScript.
- Keine externen Ressourcen: keine CDNs, keine Fonts, keine Bilder, keine Skripte, keine Netzwerkanfragen.
- Die Datei muss offline funktionieren.
- Nutze Vanilla JavaScript.
- Nutze localStorage mit sichtbarem Speicherstatus und Datenschutzhinweis.
- Implementiere Druckansicht, Transfertext, Kopierbutton mit Clipboard-Fallback und Datenlöschung.
- Die Oberfläche muss mit Tastatur, Maus und Touch nutzbar sein.
- Achte auf semantisches HTML, Labels, Fokuszustände, Kontrast und Screenreader-freundliche Struktur.
Didaktische Anforderungen:
- Die Oberfläche muss Lernende zu einer echten Begründungskette führen:
Fallinformation -> Theoriekriterium -> Prüfung/Abwägung -> Handlungsempfehlung
- Jede Theoriespur braucht ein eigenes Denkwerkzeug:
Tugendethik: Tugendprofil mit Phronesis und Fehlhaltungen.
Utilitarismus: qualitative Folgenmatrix mit Betroffenen, Zeitraum, Gewicht, Wahrscheinlichkeit und Unsicherheit.
Pflichtethik: Maximen-Builder mit Universalisierung und Menschheitszweckprüfung.
- Das Gutachten wird aus Eingaben zusammengestellt, bleibt aber vollständig editierbar. Erfinde keine inhaltlichen Begründungen.
- Am Ende werden Ersturteil und Theorieurteil gegenübergestellt.
UI-Stil:
- Ruhig, hochwertig, arbeitsfokussiert.
- Keine Landingpage, keine Marketing-Optik.
- Keine Gamification.
- Keine dramatische Medienästhetik.
- Kurze, klare deutsche Arbeitsaufträge.
- Fachbegriffe mit optionalen Hilfen.
Arbeitsweise:
1. Lies die hochgeladenen Dateien.
2. Erstelle kurz eine interne Umsetzungsskizze.
3. Gib dann die vollständige HTML-Datei aus.
4. Falls die Plattform Dateierstellung erlaubt, erstelle die Datei als Download.
5. Falls nicht, gib den vollständigen HTML-Code in einem einzigen Codeblock aus.
6. Nach dem Code gib eine knappe Testanleitung mit 8-12 Punkten.
Wichtig:
Stelle keine Rückfragen, außer eine Information ist absolut blockierend. Triff ansonsten solide, konservative Umsetzungsentscheidungen im Sinne der Spezifikation.
```
05 04_Folgeprompts_QA_Iteration.md 3.874 Bytes
# Folgeprompts für QA und Iteration in ChatGPT
Nutze diese Prompts nach der ersten HTML-Erstellung. Jeweils die aktuelle HTML-Datei oder den Code wieder mitgeben.
## Prompt 1 - Spezifikationsprüfung
```text
Prüfe die erstellte HTML-Lernumgebung streng gegen `01_Spezifikation_Modul_01_angepasst.md`.
Gib zuerst eine Befundliste:
- erfüllt
- teilweise erfüllt
- nicht erfüllt
Prüfe besonders:
- Alex ist beobachtend, aber nicht Teil der betroffenen Projektgruppe.
- Fallstufe 2 ist erst nach Erstreaktion und Sofortentscheidung sichtbar.
- Jede Theorie hat ein eigenes Denkwerkzeug.
- Modul 01 bleibt Anwendung und wird kein systematischer Theorievergleich.
- Es gibt keine automatische fachliche Bewertung.
- Gutachten bleibt editierbar.
- Transfertext, Druck und Kopieren funktionieren konzeptionell.
Danach verbessere den HTML-Code direkt und gib die vollständige aktualisierte Datei aus.
```
## Prompt 2 - 90-Minuten-Tauglichkeit
```text
Prüfe die Lernumgebung auf realistische Bearbeitung in 90 Minuten.
Reduziere Textlängen, Klickwege und unnötige UI-Komplexität, ohne fachliche Substanz zu verlieren.
Vorrang haben:
- Fallstufe 1 und Ersturteil
- Theorie-Check
- Anwendungslabor
- Gutachten
- Selbstcheck
- Reflexion und Transfer
Die Schlusszusammenschau darf kurz und optional bleiben.
Gib danach die vollständige verbesserte HTML-Datei aus.
```
## Prompt 3 - Fachliche Präzision
```text
Prüfe die drei Theoriespuren fachlich kritisch.
Achte besonders auf:
- Tugendethik: Mesotes nicht als mathematische Mitte, Phronesis als situationsbezogene praktische Klugheit.
- Utilitarismus: unparteiische Berücksichtigung aller Betroffenen, keine scheinpräzise Gesamtrechnung, Variante benennen.
- Pflichtethik: Maxime im Format "Wenn ..., will ich ..., um ...", Universalisierung und Menschheitszweckformel getrennt, Folgen nur zur Situationsklärung.
Markiere Schwächen und verbessere anschließend den HTML-Code.
```
## Prompt 4 - Accessibility und Bedienbarkeit
```text
Prüfe den HTML-Code auf Barrierefreiheit und robuste Bedienung.
Verbessere:
- semantische Überschriftenstruktur
- Labels für alle Eingaben
- Tastaturbedienbarkeit
- sichtbare Fokuszustände
- aria-live für Statusmeldungen
- ausreichende Kontraste
- Touch-Ziele
- keine Information nur über Farbe
- Druckansicht
Gib die vollständige aktualisierte HTML-Datei aus.
```
## Prompt 5 - Offline, Datenschutz und lokale Speicherung
```text
Prüfe, ob die HTML-Datei vollständig offline funktioniert und keine externen Ressourcen lädt.
Prüfe und verbessere:
- keine externen Links als Ressourcen
- kein CDN
- keine externen Fonts
- keine Netzwerkanfragen
- localStorage-Namensraum
- sichtbarer Speicherstatus
- Warnung für gemeinsam genutzte Geräte
- aktuelle Spur neu beginnen
- aktuellen Arbeitsstand löschen
- alle lokalen Daten löschen
- Bestätigungsdialoge
Gib die vollständige aktualisierte HTML-Datei aus.
```
## Prompt 6 - Druck- und Transferformat
```text
Prüfe Druckansicht und Transfertext.
Das Druckprodukt soll auf A4 gut lesbar sein und enthalten:
- Titel
- Arbeitsstand
- Theorie
- Handlungsstrategie
- Fallbezug
- Theorieprüfung
- begründetes Urteil
- Anwendungsunsicherheit
- Transfer zu Modul 02
Navigation, Buttons und Hilfekarten sollen im Druck ausgeblendet werden.
Der Kopiertext soll klar strukturiert sein und ohne HTML-Formatierung sinnvoll in LearningView, Heft oder Modul 02 übernommen werden können.
Verbessere die Datei entsprechend und gib die vollständige HTML-Datei aus.
```
## Prompt 7 - Finale Abnahme
```text
Führe eine finale Abnahme gegen `05_Testplan_Abnahme.md` durch.
Gib eine kompakte Tabelle:
- Testpunkt
- Status
- Nachbesserung
Wenn noch etwas fehlt, verbessere die HTML-Datei direkt.
Wenn alles erfüllt ist, gib die finale HTML-Datei aus und nenne die wichtigsten erfüllten Kriterien.
```
06 05_Testplan_Abnahme.md 4.830 Bytes
# Testplan und Abnahmekriterien
Dieser Testplan dient der Prüfung der fertigen HTML-Lernumgebung.
## 1. Schneller Funktionsdurchlauf
1. HTML-Datei lokal öffnen.
2. Arbeitsstand anlegen.
3. Datenschutz-/Speicherhinweis lesen.
4. Fallstufe 1 bearbeiten.
5. Erstreaktion und Sicherheitsskala ausfüllen.
6. Sofortentscheidung wählen.
7. Prüfen: Fallstufe 2 war vorher nicht sichtbar.
8. Eine Theoriespur wählen.
9. Theorie-Check öffnen und schließen.
10. Fallstufe 2 lesen.
11. Fallinformationen auswählen.
12. Denkwerkzeug bearbeiten.
13. Handlungsstrategie ordnen.
14. Gutachten erzeugen und editieren.
15. Selbstcheck durchführen.
16. Vorher-Nachher-Reflexion ausfüllen.
17. Transfertext kopieren.
18. Druckansicht prüfen.
## 2. Fachliche Abnahme
### Falllogik
- Alex ist im selben Kurs, aber nicht Mitglied der direkt betroffenen Projektgruppe.
- Noa ist primär betroffen.
- Projektgruppe ist sekundär betroffen.
- Robin ist Absender oder Weiterleiter, aber in Stufe 1 nicht sicher Ersteller.
- In Stufe 1 weiß Alex nicht, ob der Clip echt, geschnitten oder synthetisch ist.
- In Stufe 2 wird der manipulierte oder synthetische Charakter plausibel, aber nicht sensationshaft dargestellt.
- Die digitalen Reaktionen sind logisch: Emojis, Kommentare, Markierungen, Weiterleitungen, Schweigen.
### Anwendung statt Vergleich
- Modul 01 fordert keine Theorieentscheidung nach dem Muster „Welche Theorie ist besser?“.
- Die Schlusszusammenschau bleibt Wahrnehmung unterschiedlicher Begründungswege.
- Grenzen, Reichweite und systematischer Vergleich werden als Modul-02-Anschluss markiert.
### Tugendethik
- Phronesis kommt als praktische Klugheit vor.
- Mesotes wird nicht als mathematischer Mittelwert dargestellt.
- Lernende verbinden Fallinformation, Tugend, Fehlhaltung, situationsangemessene Haltung und Gemeinschaft.
- Typische Fehlspur „nur nett sein“ wird vermieden.
### Utilitarismus
- Betroffene werden unparteiisch erfasst.
- Kurz-, mittel- und längerfristige Folgen sind unterscheidbar.
- Gewicht, Wahrscheinlichkeit und Unsicherheit werden getrennt.
- Es gibt keinen scheinpräzisen Gesamtscore.
- Die Variante des Utilitarismus wird benannt oder auswählbar gemacht.
### Pflichtethik
- Maxime wird im Format `Wenn ..., will ich ..., um ...` gebildet.
- Universalisierung und Menschheitszweckprüfung sind getrennt.
- Folgen werden nicht als moralische Begründung bei Kant verwendet, sondern zur Situationsklärung.
- Menschenwürde wird nicht nur genannt, sondern über Instrumentalisierung geprüft.
## 3. Lernwirksamkeit
- Lernende müssen konkrete Fallinformationen auswählen oder verwenden.
- Das Gutachten zeigt die Kette:
```text
Fallinformation -> Theoriekriterium -> Prüfung/Abwägung -> Empfehlung
```
- Der Selbstcheck gibt Kriterien für Überarbeitung.
- Die Anwendung gibt kein automatisches fachliches Urteil aus.
- Ersturteil und Theorieurteil werden nebeneinandergestellt.
- Reflexion ist privat oder bewusst freigebbar.
## 4. 90-Minuten-Tauglichkeit
Prüffragen:
- Sind Falltexte kurz genug?
- Sind Theorie-Checks knapp?
- Sind die Denkwerkzeuge anspruchsvoll, aber nicht überladen?
- Sind Gutachtenfelder auf ein bis drei Sätze oder Stichpunkte ausgelegt?
- Ist die Schlusszusammenschau optional oder kurz?
- Kann eine durchschnittlich arbeitende Person in 90 Minuten zu einem brauchbaren Produkt kommen?
Warnsignal:
- Wenn Lernende lange scrollen müssen, bevor sie handeln, ist die Umsetzung zu textlastig.
## 5. Technische Abnahme
### Offline
- Datei ohne Internet öffnen.
- Browser-Netzwerkprüfung: keine externen Ressourcen.
- Keine Fehlermeldungen wegen fehlender Fonts, Skripte oder Bilder.
### Speicherung
- Eingaben machen.
- Seite neu laden.
- Prüfen: Eingaben bleiben erhalten.
- Aktuelle Spur neu beginnen.
- Prüfen: Nur diese Spur wird zurückgesetzt.
- Aktuellen Arbeitsstand löschen.
- Alle lokalen Daten löschen.
- Prüfen: Bestätigungsdialoge erscheinen.
### Kopieren und Drucken
- Transfertext kopieren.
- Falls Clipboard blockiert ist, markierbares Fallback-Feld nutzen.
- Druckdialog öffnen.
- Prüfen: Navigation und Buttons werden ausgeblendet.
- A4-Ansicht ist lesbar.
## 6. Accessibility
- Mit Tab durch alle interaktiven Elemente navigieren.
- Fokus ist sichtbar.
- Alle Textfelder haben sichtbare Labels.
- Buttons haben verständliche Namen.
- Statusmeldungen sind nicht nur farblich.
- Kontrast ist ausreichend.
- Keine Bedienung erfordert zwingend Drag-and-drop.
- Touch-Ziele sind groß genug.
## 7. Abnahmestatus
Eine Version ist erst einsatznah, wenn alle Punkte aus diesen Bereichen mindestens erfüllt oder bewusst begründet zurückgestellt sind:
- Falllogik
- Theoriepräzision
- Lernprodukt
- Offlinefähigkeit
- lokale Speicherung
- Druck/Kopie
- Tastaturbedienung
- 90-Minuten-Tauglichkeit
07 06_Content_und_Datenmodell.md 11.248 Bytes
# Content- und Datenmodell für die HTML-Lernumgebung
Diese Datei enthält konkrete Inhaltsbausteine und ein mögliches Datenmodell. ChatGPT soll daraus eine robuste, offlinefähige HTML-Anwendung bauen.
## 1. Kurze Oberflächentexte
### Titel
```text
Moralphilosophie-Anwendungslabor
```
### Untertitel
```text
Ein Fall. Eine Theorie. Ein begründetes Urteil.
```
### Starttext
```text
In diesem Modul prüfst du einen realistischen Fall aus digitaler Kommunikation mit einer Moralphilosophie. Du bearbeitest eine Theoriespur vertieft und erstellst am Ende ein kurzes Gutachten.
```
### Datenschutzhinweis
```text
Deine Eingaben bleiben auf diesem Gerät im Browser gespeichert. Es gibt keinen Upload und keine Anmeldung. Wenn du an einem gemeinsam genutzten Gerät arbeitest, lösche deinen Arbeitsstand nach dem Drucken oder Kopieren.
```
### Schutzrahmen
```text
Der Fall ist fiktiv. Es geht nicht darum, reale Personen aus dem Kurs wiederzuerkennen. Es geht darum, unter Unsicherheit verantwortlich zu urteilen und eine Handlung mit einer Theorie zu begründen.
```
## 2. Falltexte
### Fallstufe 1
```text
Kurz vor Unterrichtsbeginn taucht im privaten Kurschat ein kurzer Voice-Clip auf. Die Stimme klingt täuschend echt wie Noa. Im Clip wirkt es so, als würde Noa die eigene Projektgruppe abwertend kommentieren und sich selbst als einzige kompetente Person darstellen.
Unter dem Clip erscheinen Lach-Emojis, kurze Kommentare wie „Ist das echt?“, Markierungen weiterer Personen und Hinweise wie „Das muss in die andere Gruppe“. Einige Chatmitglieder reagieren gar nicht, obwohl sie den Clip offenbar gesehen haben.
Noa hat noch nicht kommentiert. Alex ist im selben Kurs und sieht den Chatverlauf, ist aber nicht Mitglied der direkt betroffenen Projektgruppe. Alex weiß nicht, ob der Clip echt, geschnitten oder künstlich erzeugt ist, wer ihn erstellt oder weitergeleitet hat, ob Noa ihn bereits kennt und wie weit er schon verbreitet wurde.
```
### Fallstufe-1-Auftrag
```text
Halte zuerst dein spontanes Urteil fest. Begründe noch nicht mit einer Theorie.
```
### Fallstufe 2
```text
Später wird mehr bekannt. Noa erklärt glaubhaft, den Satz nie aufgenommen oder gesprochen zu haben. Eine technische Prüfung ist noch nicht abgeschlossen; mehrere Hinweise sprechen jedoch für einen synthetisch erzeugten oder manipulierten Voice-Clip.
Der Clip wurde mindestens in einen weiteren Chat weitergeleitet. Noa wirkt verletzt und zieht sich aus der Projektkommunikation zurück. In der Projektgruppe entstehen Misstrauen, Ärger und gegenseitige Verdächtigungen. Robin bezeichnet den Clip als „offensichtlichen Witz“, will aber nicht sagen, woher er stammt.
Nun muss Alex nicht nur auf den einzelnen Post reagieren, sondern eine verantwortbare Handlungsstrategie für die Nacharbeit entwickeln.
```
## 3. Eingabefelder Ersturteil
Felder:
- `firstAction`: Was sollte Alex spontan als Erstes tun?
- `firstReason`: Warum erscheint diese Reaktion zunächst richtig?
- `firstConfidence`: Wie sicher bist du? Skala 1-5.
Hilfetext:
```text
Es gibt hier noch keine richtige Musterlösung. Wichtig ist, dass du dein erstes Urteil sichtbar machst, bevor die Theorie deine Begründung verändert.
```
## 4. Handlungsschritte
### Sofortreaktionen
```text
Im Chat darum bitten, den Clip nicht weiterzuleiten.
Die Echtheit offenlassen und vorschnelle Beschuldigungen zurückweisen.
Noa privat kontaktieren und Unterstützung anbieten.
Robin privat nach Herkunft und Absicht fragen.
Nur notwendige Belege sichern, ohne den Clip weiterzuverbreiten.
Zunächst nicht öffentlich reagieren, aber den Clip nicht weiterleiten.
Eigene Sofortreaktion formulieren.
```
### Nachsorgehandlungen
```text
Noa unterstützen und gemeinsam klären, was als Nächstes passieren soll.
Eine Lehrkraft oder schulische Ansprechperson vertraulich informieren.
Eine öffentliche Korrektur oder Klarstellung im Kurschat anregen.
Ein moderiertes Klärungsgespräch vorschlagen.
Robin beziehungsweise Weiterleitende zur Verantwortung auffordern.
Die Projektgruppe vor weiteren Gerüchten schützen.
Eigene Nachsorgehandlung formulieren.
```
## 5. Fallbeleg-Chips
```text
Noas Stimme wird ohne sichere Zustimmung verwendet.
Der Clip wirkt täuschend echt.
Alex weiß in Stufe 1 nicht, ob der Clip echt ist.
Mehrere Personen reagieren mit Lach-Emojis.
Einige Personen markieren andere.
Einige schweigen, obwohl sie den Clip gesehen haben.
Der Clip wurde weitergeleitet.
Noa bestreitet glaubhaft, den Satz gesagt zu haben.
Noa zieht sich aus der Projektkommunikation zurück.
In der Projektgruppe entstehen Misstrauen und Ärger.
Robin spricht von einem offensichtlichen Witz.
Die technische Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.
```
## 6. Theorie-Checks
### Tugendethik
Leitfrage:
```text
Welche Haltung wäre in dieser Situation tugendhaft und durch praktische Klugheit bestimmt?
```
Kurzcheck:
```text
Tugendethik fragt nicht zuerst nach Regeln oder Folgen, sondern nach einer guten, situationsangemessenen Haltung. Phronesis bedeutet praktische Klugheit: zu erkennen, was hier, gegenüber diesen Personen, auf diese Weise richtig ist.
```
Begriffshilfen:
- `Tugend`: eingeübte gute Haltung, die Handeln prägt.
- `Phronesis`: praktische Klugheit, die das Angemessene in der konkreten Situation erkennt.
- `Mesotes`: Mitte zwischen Fehlhaltungen, aber kein rechnerischer Kompromiss.
- `Eudaimonie`: gelingendes Leben in einem umfassenden Sinn.
Fehlspur:
```text
Zu schwach ist eine Antwort, die nur sagt: „Man sollte nett sein.“ Eine tugendethische Begründung muss zeigen, welche Haltung hier angemessen ist und warum.
```
### Utilitarismus
Leitfrage:
```text
Welche Handlungsstrategie lässt unter unparteiischer Berücksichtigung aller Betroffenen insgesamt die besten Folgen erwarten?
```
Kurzcheck:
```text
Utilitarismus fragt nach den Folgen für alle Betroffenen. Nicht nur die Mehrheit zählt. Auch schwere Schäden für Einzelne, Unsicherheit und langfristige Folgen müssen berücksichtigt werden.
```
Begriffshilfen:
- `Utilitätsprinzip`: moralisch richtig ist, was insgesamt den größten Nutzen beziehungsweise das größte Wohlergehen erwarten lässt.
- `Unparteilichkeit`: jede betroffene Person zählt, nicht nur die eigene Gruppe.
- `Folgenabschätzung`: begründete Einschätzung erwartbarer Wirkungen.
- `Unsicherheit`: fehlende oder unsichere Information muss sichtbar bleiben.
Fehlspur:
```text
Zu schwach ist eine Antwort, die nur fragt, womit es am wenigsten Ärger gibt. Eine utilitaristische Begründung muss Nutzen, Schaden und Unsicherheit für alle Betroffenen betrachten.
```
### Pflichtethik
Leitfrage:
```text
Nach welcher Maxime sollte Alex handeln, und achtet diese Maxime jede Person als Zweck an sich selbst?
```
Kurzcheck:
```text
Pflichtethik fragt nicht zuerst nach angenehmen Folgen, sondern nach der moralischen Qualität der Maxime. Eine Handlung ist nicht richtig, nur weil sie nützlich wirkt. Entscheidend ist, ob die Maxime verallgemeinerbar ist und Personen nicht bloß als Mittel behandelt.
```
Begriffshilfen:
- `Maxime`: persönliche Handlungsregel im Format: Wenn ..., will ich ..., um ...
- `Kategorischer Imperativ`: Prüfverfahren für moralische Maximen.
- `Universalisierung`: Könnte die Maxime als allgemeines Gesetz gelten?
- `Menschheitszweckformel`: Menschen dürfen nie bloß als Mittel behandelt werden.
Fehlspur:
```text
Zu schwach ist eine Antwort, die nur sagt: „Das muss man melden.“ Eine kantische Begründung muss Maxime, Verallgemeinerbarkeit und Achtung vor Personen prüfen.
```
## 7. Denkwerkzeug-Felder
### Tugendprofil
```text
relevante Fallinformation
geforderte Tugend
Fehlhaltung des Zuwenig
Fehlhaltung des Zuviel
situationsangemessene Haltung
Phronesis-Begründung
Beitrag zu gelingendem Zusammenleben
```
### Folgenmatrix
Zeilen:
```text
Noa
Projektgruppe
Chatgruppe/Kurs
Alex
Robin oder Weiterleitende
Schule/Lernklima
```
Spalten:
```text
mögliche Folge
Zeitraum
Nutzen oder Schaden
Gewicht
Wahrscheinlichkeit
Unsicherheit
```
Auswahlwerte:
```text
Zeitraum: unmittelbar, mittelfristig, längerfristig
Nutzen/Schaden: eher Nutzen, gemischt, eher Schaden
Gewicht: gering, mittel, erheblich
Wahrscheinlichkeit: niedrig, mittel, hoch
```
### Maximen-Prüfung
Felder:
```text
Wenn ...
will ich ...
um ...
Welches allgemeine Gesetz entstünde daraus?
Könnte eine solche Praxis widerspruchsfrei bestehen?
Könnte eine vernünftige Person dieses Gesetz wollen?
Wird eine Person bloß als Mittel benutzt?
Welche Alternative achtet Personen zugleich als Zweck?
Welche Pflicht trägt die Empfehlung?
```
## 8. Gutachtenfelder
```text
Handlungsstrategie
Fallbezug
Theorieprüfung
Begründetes Urteil
Anwendungsunsicherheit
Transfer zu Modul 02
```
Platzhalter:
```text
Formuliere knapp. Ein bis drei Sätze reichen.
```
Begründungsstruktur:
```text
Fallinformation -> Theoriekriterium -> Prüfung/Abwägung -> Handlungsempfehlung
```
## 9. Selbstcheck
```text
Habe ich konkrete Fallinformationen verwendet?
Habe ich ein theorieeigenes Kriterium tatsächlich angewendet?
Wird nachvollziehbar, wie meine Prüfung zur Handlungsempfehlung führt?
Habe ich eine plausible Gegenmöglichkeit berücksichtigt?
Habe ich Unsicherheit kenntlich gemacht?
Klingt meine Begründung nach der Theorie oder nur nach meiner Alltagsmeinung?
```
Antwortformat:
- Checkbox erfüllt/nicht erfüllt
- optionales Notizfeld `Was verbessere ich?`
## 10. Vorher-Nachher-Reflexion
Satzstarter:
```text
Die Theorie hat mein erstes Urteil bestätigt / präzisiert / verschoben / herausgefordert, weil ...
```
Felder:
- `finalConfidence`: Sicherheit nach der Theorieprüfung, Skala 1-5.
- `reflection`: Reflexionssatz.
- `shareFirstReaction`: freiwillige Checkbox, ob Erstreaktion in Präsentationsansicht erscheinen darf.
## 11. Transfertext-Format
```text
Moralphilosophie-Anwendungslabor - Transfer zu Modul 02
Arbeitsstand:
Bearbeitete Theorie:
Handlungsstrategie:
Entscheidende Fallinformationen:
Angewendetes Theoriekriterium:
Prüfung / Abwägung:
Begründetes Urteil:
Anwendungsunsicherheit:
Diese Theorie macht an diesem Fall besonders sichtbar, dass ...
Vorher-Nachher-Reflexion:
```
## 12. Mögliches Datenmodell
```json
{
"version": "2.1",
"workstandId": "",
"createdAt": "",
"updatedAt": "",
"currentStep": "start",
"selectedTrack": "",
"stage2Unlocked": false,
"firstReaction": {
"action": "",
"reason": "",
"confidence": 3
},
"immediateDecision": {
"selected": "",
"custom": "",
"reason": ""
},
"evidenceChips": [],
"tracks": {
"tugendethik": {
"theoryCheckDone": false,
"tool": {},
"strategy": {},
"gutachten": {},
"selfCheck": {},
"reflection": {}
},
"utilitarismus": {
"theoryCheckDone": false,
"tool": {},
"strategy": {},
"gutachten": {},
"selfCheck": {},
"reflection": {}
},
"pflichtethik": {
"theoryCheckDone": false,
"tool": {},
"strategy": {},
"gutachten": {},
"selfCheck": {},
"reflection": {}
}
},
"ui": {
"openHelp": [],
"teacherPanelOpen": false,
"presentationMode": false
}
}
```
Live-Auswertung wird geladen.
Gemeinsame Auswertung
Der wichtigste Unterschied liegt vor dem Code
Die Reihe ist bewusst von einfach zu komplex angeordnet. Trotzdem ist sie kein Modellranking. Zwischen Entwurf 2 und 3 wurde nicht nur der Prompt ausführlicher: Lernziel, Modulgrenze und Unterrichtsfunktion wurden neu entschieden.
| Kriterium | Entwurf 1 | Entwurf 2 | Entwurf 3 |
|---|---|---|---|
| Kontext vor Generierung | Kurzer Produktauftrag | Ausführliches curriculares Briefing | Planungsdialog, Spezifikation und Review |
| Primäre Form | Materialsammlung und Nachschlagewerk | Interaktives Vergleichslabor | Geführter Lernweg |
| Lernhandlung | Lesen, vergleichen, testen | Untersuchen, zuordnen, begründen | Eine Theorie fallbezogen anwenden und revidieren |
| Lernprodukt | Mehrere mögliche Produkte | Reflektiertes Vergleichsurteil | Theoriegebundenes Kurzgutachten plus Transfer |
| Funktion des Codes | Zugang, Darstellung, Abwechslung | Werkzeugkasten und Fortschritt | Informationsfolge, Gates, Revision und Produktsicherung |
| Unterrichtliche Reichweite | Breit und flexibel, Einbettung offen | Fokussiert, aber werkzeugreich | Konkreter 90-Minuten-Pfad; Vergleich bewusst ausgelagert |
Live-Auswertung der drei Entwürfe
Die Daten stammen aus freiwilligen Rückmeldungen interessierter Ethiklehrkräfte. Sie sind nicht repräsentativ. Bei weniger als fünf Bewertungen werden nur absolute Zahlen hervorgehoben.
Entwurf 1 wird geladen.
Entwurf 2 wird geladen.
Entwurf 3 wird geladen.
Planungsaufwand ist keine Garantie. Aber er verändert, worüber das Modell überhaupt nachdenken kann.
Der erste Output zeigt eindrucksvoll, wie schnell ein aktuelles Modell eine umfangreiche, attraktive und technisch erstaunlich vollständige HTML-Datei erzeugen kann. Der zweite zeigt, was zusätzlicher curricularer Kontext bewirkt. Der dritte zeigt etwas anderes: Vor der Generierung wurde geklärt, welche Denkhandlung in einer Unterrichtsstunde tatsächlich stattfinden, welches Produkt entstehen und wie es später weiterverwendet werden soll.
Das ist nicht für jede kleine Unterrichtsroutine notwendig. Bei einem öffentlich teilbaren und wiederverwendbaren Lernmaterial kann sich die Investition jedoch lohnen. Der Wert liegt nicht in einem möglichst langen Prompt, sondern in Entscheidungen, die fachlich und didaktisch begründet werden.
Gerade deshalb sollten die drei Outputs nicht nach dem Muster „schlecht, besser, perfekt“ gelesen werden. Sie machen sichtbar, wie Materialfülle, Oberflächenqualität, Lernaktivität und Lernarchitektur auseinanderfallen können.
Einen allgemeineren Rahmen für die Prüfung überzeugend wirkender KI-Ergebnisse bietet der KMZ-Beitrag „Qualität prüfen, wenn Ergebnisse gut aussehen“.