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Drei Outputs. Ein Thema. KI-Lernmaterialien im Vergleich

Praxisversuch zur KI-Unterrichtsvorbereitung

Drei Entwürfe, drei Entstehungswege.

Drei digitale Materialien beginnen beim selben Bildungsplanbereich. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel vor der Generierung geklärt wurde. Hier lassen sich die Originale prüfen, optional bewerten und erst danach ihrer Entstehung zuordnen.

1. Erst ansehen

Das Material steht zunächst für sich. Modell und Entstehung bleiben verdeckt.

2. Optional bewerten

Die Einsatzentscheidung kommt zuerst, danach vier kurze Qualitätsurteile.

3. Dann auflösen

Prompt, Modell, Prozess und Live-Ergebnisse werden transparent.

Entwurf 1 von 3

Ein umfangreiches Materialpaket

Einfachster Ausgangspunkt: ein direkter Auftrag an ein leistungsfähiges Modell.

Würdest du es einsetzen?

Freiwillige Kurzbewertung für Ethiklehrkräfte, etwa 60 Sekunden.

Entwurf 2 von 3

Ein fokussiertes Vergleichslabor

Mehr Kontext: Bildungsplanbegriffe, Operatoren und digitale Werkzeuge sind vorgegeben.

Würdest du es einsetzen?

Freiwillige Kurzbewertung für Ethiklehrkräfte, etwa 60 Sekunden.

Entwurf 3 von 3

Ein geführtes Anwendungslabor

Der Auftrag wurde vor der nächsten Generierung grundlegend verändert.

Würdest du es einsetzen?

Freiwillige Kurzbewertung für Ethiklehrkräfte, etwa 60 Sekunden.

Gemeinsame Auswertung

Der wichtigste Unterschied liegt vor dem Code

Die Reihe ist bewusst von einfach zu komplex angeordnet. Trotzdem ist sie kein Modellranking. Zwischen Entwurf 2 und 3 wurde nicht nur der Prompt ausführlicher: Lernziel, Modulgrenze und Unterrichtsfunktion wurden neu entschieden.

KriteriumEntwurf 1Entwurf 2Entwurf 3
Kontext vor GenerierungKurzer ProduktauftragAusführliches curriculares BriefingPlanungsdialog, Spezifikation und Review
Primäre FormMaterialsammlung und NachschlagewerkInteraktives VergleichslaborGeführter Lernweg
LernhandlungLesen, vergleichen, testenUntersuchen, zuordnen, begründenEine Theorie fallbezogen anwenden und revidieren
LernproduktMehrere mögliche ProdukteReflektiertes VergleichsurteilTheoriegebundenes Kurzgutachten plus Transfer
Funktion des CodesZugang, Darstellung, AbwechslungWerkzeugkasten und FortschrittInformationsfolge, Gates, Revision und Produktsicherung
Unterrichtliche ReichweiteBreit und flexibel, Einbettung offenFokussiert, aber werkzeugreichKonkreter 90-Minuten-Pfad; Vergleich bewusst ausgelagert

Live-Auswertung der drei Entwürfe

Die Daten stammen aus freiwilligen Rückmeldungen interessierter Ethiklehrkräfte. Sie sind nicht repräsentativ. Bei weniger als fünf Bewertungen werden nur absolute Zahlen hervorgehoben.

Entwurf 1 wird geladen.

Entwurf 2 wird geladen.

Entwurf 3 wird geladen.

Planungsaufwand ist keine Garantie. Aber er verändert, worüber das Modell überhaupt nachdenken kann.

Der erste Output zeigt eindrucksvoll, wie schnell ein aktuelles Modell eine umfangreiche, attraktive und technisch erstaunlich vollständige HTML-Datei erzeugen kann. Der zweite zeigt, was zusätzlicher curricularer Kontext bewirkt. Der dritte zeigt etwas anderes: Vor der Generierung wurde geklärt, welche Denkhandlung in einer Unterrichtsstunde tatsächlich stattfinden, welches Produkt entstehen und wie es später weiterverwendet werden soll.

Das ist nicht für jede kleine Unterrichtsroutine notwendig. Bei einem öffentlich teilbaren und wiederverwendbaren Lernmaterial kann sich die Investition jedoch lohnen. Der Wert liegt nicht in einem möglichst langen Prompt, sondern in Entscheidungen, die fachlich und didaktisch begründet werden.

Gerade deshalb sollten die drei Outputs nicht nach dem Muster „schlecht, besser, perfekt“ gelesen werden. Sie machen sichtbar, wie Materialfülle, Oberflächenqualität, Lernaktivität und Lernarchitektur auseinanderfallen können.

Einen allgemeineren Rahmen für die Prüfung überzeugend wirkender KI-Ergebnisse bietet der KMZ-Beitrag „Qualität prüfen, wenn Ergebnisse gut aussehen“.

Weiter zu Teil 2

Wie aus der Vergleichsaufgabe zwei Lernmodule wurden

Der zweite Beitrag rekonstruiert die didaktischen Entscheidungen hinter Modultrennung, 90-Minuten-Pfad, Leitfall, Theoriespuren, Scaffolding und Lernprodukt.

Teil 2: Didaktische Entscheidungen