FREIHEITSLAB / BIO 02
ETHIK 12 · FREIHEIT & NATURALISMUS
Körpermodus 2 / Eine interaktive Lernstory

MÜDE.
ABER
UNFREI?

Dein Körper wirkt mit.
Wann wird daraus ein Problem für deine Selbstbestimmung?

Eine Person steuert. Alle begründen. Etwa 8–10 Minuten.

SAM, 18 / BACKSTAGE

FIKTIVER FALL

00:20
BIS ZUM AUFTRITT
DIE ENTSCHEIDUNG STEHT.

„Keine Zugabe.
Wir kürzen das Set.“

Sam hat mehrere Nächte zu wenig geschlafen. Heute soll die Band auftreten. Sam streicht die Zugabe.

„Biologisch beeinflusst heißt fremdbestimmt.“ Eure erste Position?

Merkt euch euren Grund. Wir kommen darauf zurück.

BENENNEN → WIRKUNG ERKLÄREN → BELEGE PRÜFEN → URTEILENKEIN KÖRPERTEST · KEINE FREIHEITSPUNKTE · VOLLSTÄNDIG OFFLINE

Regie, Begriffe & Quellen

Ein Gruppenprodukt, nicht bloß ein Klickvortrag

Die vorbereitende Gruppe erarbeitet die Story, prüft die Belege und formuliert im Gruppenstudio einen eigenen Beitrag. Bei der Präsentation moderiert sie die Klasse durch die Aufgaben. Das Produkt enthält dann nicht nur vorgegebenen Inhalt, sondern die eigene begründete Analyse. Für die Vorbereitung ist zusätzliche Zeit nötig.

9 Szenen · etwa 8–10 Minuten

Die neun Planzeiten ergeben 8:20 Minuten. Übergänge und kurze Rückfragen kommen hinzu. Das ist ein Planwert, keine in einer Klasse gemessene Dauer. Im Kernpfad nur die ersten drei Spuren bearbeiten; Durst und Veranlagung sind optionale Vertiefungen. Erweiterte Diskussionen, Quellenlektüre und Gruppenstudio gehören nicht in die zehn Minuten. Alle Szenen bleiben frei anwählbar; nichts wird durch einen Zeitgeber erzwungen.

Die Gruppe führt, die Klasse denkt mit

Drei Rollen: Moderation fragt und steuert; Fachanalyse erklärt biologische Faktoren und Belege; Gegenposition fordert Kriterien ein und prüft Kurzschlüsse. Vor dem Aufdecken zuerst einen eigenen Erklärungssatz hören. In „Allein“ die mündlichen Aufgaben für sich formulieren oder auf Papier festhalten. Die Anwendung hört nicht zu und bewertet keine freien Antworten.

Woran Lernen sichtbar wird

Ein tragfähiger Beitrag benennt einen biologischen Faktor, erklärt eine mögliche Wirkung, belegt eine Falldeutung und nennt ein Freiheitskriterium. Er unterscheidet die Studie vom fiktiven Fall und enthält ein ernstes Gegenargument. Die Klickanzeigen zeigen nur bearbeitete Aufgaben; sie weisen keinen Kompetenzerwerb nach. Philosophische Positionen werden nicht automatisch als richtig oder falsch markiert.

Fachliche Grenzen ernst nehmen

Schlaf, Stress, Nervensystem, Bedürfnisse und Dispositionen sind überlappende Arbeitsbündel. „Biologisch“ bedeutet weder ausschließlich „erblich“ noch grundsätzlich „unveränderlich“. Ein Zustand kann körperliche Voraussetzungen verändern, ohne eine einzelne Handlung eindeutig zu erklären. Die Gegenfälle sind keine Diagnosen. Die Studie betrifft Erwachsene von 21–38 Jahren und kognitive Leistungen, nicht die Klasse und nicht unmittelbar Willensfreiheit. [1–7]

Die Arbeitskriterien für Selbstbestimmung sind eine begründbare Perspektive, keine abschließende Freiheitstheorie. Eine inkompatibilistische Position kann zusätzliche Anforderungen an Willensfreiheit stellen. „Bedingungen veränderbar“ widerlegt einen umfassenden Determinismus nicht; auch Veränderungen können verursacht sein. Die Reflexszene widerlegt weder jede Willensfreiheit noch beweist sie die Freiheit des Abwägens.

Keine Körpertests und kein „Reiß dich zusammen“

Keine Wärme-, Reaktions-, Hunger-, Durst- oder Schlafexperimente durchführen. Keine Gesundheitsdaten eintragen oder persönliche Einschränkungen offenlegen. Das Material verlangt weder, körperliche Grenzen zu übergehen, noch erklärt es jede biologisch beeinflusste Handlung für verantwortungslos. Verantwortung erfordert zusätzliche Informationen zu Kontrolle, Wissen, Alternativen und zumutbaren Handlungsmöglichkeiten. Keine medizinische oder rechtliche Beurteilung.

Bedienung & Datensparsamkeit

Weiter/Zurück, die Segmente unten und die Kapitelübersicht wechseln die Szene. Pfeiltasten und Bild auf/ab funktionieren außerhalb von Eingabefeldern und Antwortgruppen; F schaltet Vollbild um, soweit der Browser es unterstützt. Escape schließt Dialoge. Der optionale Zeitgeber pausiert bei Dialogen, Szenenwechseln und verborgenem Browserfenster. Reduzierte Bewegung wird berücksichtigt. Auf kleinen Geräten wird gescrollt.

Die Datei läuft ohne Netz, Login, Tracker oder Bibliotheken. Nur bewusst angeklickte externe Quellenlinks brauchen Internet. Es gibt keine automatische dauerhafte Speicherung. „Gruppenfassung speichern“ startet einen Download mit euren Texten, aber ohne die bisherigen Klickantworten. Prüft im Browser beziehungsweise Dateimanager, ob die neue Datei tatsächlich gespeichert wurde.

Euer Gruppenstudio

Vor der Präsentation ausfüllen. Beim Speichern bleiben eure Texte erhalten; die Klasse beginnt anschließend einen frischen Lernversuch. Keine Gesundheitsdaten oder persönlichen Beispiele nötig.

Studienbefund oder Fallannahme ausdrücklich unterscheiden.

Texte bleiben zunächst nur in dieser Sitzung. Den Download anschließend auf dem Gerät prüfen.

Unser Gruppenergebnis

Die Texte gehören der Gruppe. Die Anwendung bewertet die philosophische Position nicht.